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Kurz erklärt - Liste aller Begriffe

Im Folgenden werden wichtige Begriffe mit den Anfangsbuchstaben I bis Z genauer erläutert.
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I-R

Marktanreizprogramm (MAP)

Das Marktanreizprogramm (MAP) des Bundesumweltministeriums fördert Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmebereich. Es ist ein zentrales Instrument, um den Umstieg auf erneuerbare Energien attraktiv zu machen.

Jeder, der in Technologien mit erneuerbaren Energien zur Wärmeversorgung investiert, wird nach Maßgabe der Förderrichtlinien unterstützt. Dies gilt für Privatpersonen ebenso wie für Kommunen und Unternehmen; Großunternehmen müssen besondere Antragsvoraussetzungen beachten. Gewährt werden Investitionszuschüsse und zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschüssen. Einzelheiten regeln die Förderrichtlinien zum Marktanreizprogramm.

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Nachhaltigkeit, Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltigkeitsstrategie

Nachhaltigkeit bedeutet, ökologisch, ökonomisch und sozial gerecht zu leben und zu wirtschaften. Es bedeutet also, nicht auf Kosten armer Regionen oder kommender Generationen zu leben.

Nachhaltige Entwicklung versucht, Bedürfnisse so zu befriedigen, dass auch kommenden Generationen die Chance bleibt, ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Sie umfasst Maßnahmen im Bereich Klima und Energie ebenso wie etwa die Verkehrsentwicklung oder den schonenden Umgang mit Ressourcen. Auf EU-Ebene unterstützt eine 2001 beschlossene Strategie eine nachhaltige Entwicklung. In Deutschland formuliert die im Jahr 2002 beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie entsprechende Ziele und Maßnahmen.

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Nanotechnologie

Nanotechnologie arbeitet mit äußerst kleinen Strukturen von Materialien. Sie gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts.

Der griechische Begriff Nano bedeutet Zwerg; als Vorsatz für Maßeinheiten steht er für ein Milliardstel einer Größeneinheit. Werden Materialien aus Nanoteilchen hergestellt, besitzen sie besondere Eigenschaften, beispielsweise Härte und Bruchfestigkeit oder Leit- und Speicherfähigkeit. Neben Chancen werden auch mögliche Risiken der Nanotechnologie für Gesundheit und Umwelt diskutiert. Das Bundesumweltministerium steht hierüber in einem wissenschaftlichen Dialog mit Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft.

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Nationales Naturerbe

Das nationale Naturerbe umfasst bedeutende Natur- und Kulturlandschaften in Deutschland, die für zukünftige Generationen erhalten bleiben müssen.

Um sie zu schützen, wurde 2005 beschlossen, 80.000 bis 125.000 Hektar Naturschutzflächen des Bundes unentgeltlich in eine Bundesstiftung einzubringen oder an die Länder zu übertragen. Zum nationalen Naturerbe gehören unter anderem das Wattenmeer, die Bodden- und Kreidesteilküsten oder die Stromtäler von Elbe, Oder, Donau und Weser mit ihren Auen. Auch die Naturräume entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze, das sogenannte Grüne Band, sind Teil des nationalen Naturerbes.

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Natura 2000

Natura 2000 ist ein EU-weites Netz von Schutzgebieten, das wildlebende heimische Pflanzen- und Tierarten und ihre natürlichen Lebensräume erhalten soll.

Natura 2000 umfasst Schutzgebiete der europäischen Vogelschutzrichtlinie und der sogenannten Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie. Ziel ist, dass sich der Erhaltungszustand der Arten und Lebensräume in den Schutzgebieten zumindest nicht verschlechtert. Die Natura 2000-Schutzgebiete machen nicht an Staatsgrenzen Halt, sondern orientieren sich an den Verbreitungsgebieten von Arten. In Deutschland sind rund 14 Prozent der Landesfläche und 31 Prozent der Meeresfläche Natura 2000-Gebiete.

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OSPAR

OSPAR (auch OSPARCOM) ist ein völkerrechtliches Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordost-Atlantiks.

Es verpflichtet die Vertragsstaaten, Verschmutzungen der Meeresumwelt des Nordatlantiks zu verhindern und zu beseitigen. Deutschland ist Vertragspartei des 1998 in Kraft getretenen Übereinkommens. Um OSPAR umzusetzen, wurden fünf Strategien beschlossen, unter anderem zu gefährlichen und radioaktiven Stoffen sowie zu Schutz und Erhaltung der biologischen Vielfalt. Der Name OSPAR verweist darauf, dass das Übereinkommen zwei frühere Abkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung abgelöst hat: das sogenannte Oslo-Übereinkommen von 1972 sowie das Paris-Abkommen von 1974.

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Ökosystem

Ein Ökosystem ist eine abgrenzbare natürliche Einheit aus Lebewesen und Lebensraum.

 Ein Ökosystem setzt sich aus den dort lebenden Organismen, wie Mensch, Tier oder Pflanzen, sowie unbelebten Elementen zusammen. Zu letzteren gehören beispielsweise Gestein, Lufttemperatur oder Niederschlagsmengen. Die verschiedenen Elemente eines Ökosystems stehen miteinander in einer Wechselwirkung. Eingriffe von außen können das Ökosystem stören. Wald, Auenlandschaften, Flüsse oder das Wattenmeer sind Beispiele für Ökosysteme. Aber auch die Erde insgesamt ist ein Ökosystem.

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Offshore-Windenergie

Offshore-Windenergie bezeichnet die „vor der Küste“, also auf See gewonnene Windenergie.

Die Erzeugung von Strom durch Windkraft ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Energiepolitik, die bis 2050 eine nahezu CO2-freie Stromerzeugung erreichen will. Die Nutzung der konstanten und starken Windkraft auf See ist hierzu unverzichtbar. Deshalb müssen Technologien der Offshore-Windenergie auf See weiterentwickelt werden. Ihr Ausbau muss umwelt- und naturverträglich erfolgen. Mit dem Windpark Alpha Ventus in der Nordsee hat Deutschland den weltweit ersten Offshore-Windpark unter Hochseebedingungen weitab der Küste und in mehr als 25 Metern Wassertiefe gebaut.

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Onshore-Windenergie

Onshore-Windenergie bezeichnet die an Land gewonnene Windenergie. Ihr Ausbau ist unabdingbar für die Energiewende hin zu sicheren, klimafreundlichen erneuerbaren Energien.

Die Onshore-Windenergie bietet kurz- und mittelfristig eine besonders wirtschaftliche Möglichkeit, erneuerbare Energien in Deutschland auszubauen. Mithilfe von Windenergieanlagen kann Windkraft klimafreundlich in Strom umgewandelt werden. Eine Ansammlung von Windenergieanlagen nennt man Windpark. Der Ausstieg aus der Atomenergie und die Einhaltung von Klimaschutzzielen erfordern, dass Länder und Gemeinden ausreichend Flächen für Windparks ausweisen.

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Photovoltaik

Photovoltaik ist eine klimafreundliche Technologie, die Sonnenlicht mithilfe von Solarzellen direkt in elektrische Energie umwandelt. Die Technologie ermöglicht, Strom dezentral zu erzeugen und zu nutzen.

 Mithilfe von Solarzellen erzeugt Photovoltaik Gleichstrom, der in Wechselstrom umgewandelt werden kann. Strom, der mithilfe von Photovoltaik gewonnen wird, kann direkt genutzt werden oder in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Betreiber von Photovoltaik-Anlagen erhalten hierfür eine Vergütung gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Photovoltaik ist von Solarthermie zu unterscheiden: Während mit Photovoltaik aus Sonnenenergie Strom erzeugt wird, erzeugt Solarthermie aus Sonnenenergie Wärme. Anders als Solarthermie benötigt Photovoltaik kein Trägermedium, wie etwa Wasser, um die gewonnene Energie nutzbar zu machen.

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Ressourceneffizienz

Die Rohstoffe auf der Erde, ihre Ressourcen, sind endlich. Ressourceneffizienz bedeutet, sie so einzusetzen, dass für ein Produktionsergebnis möglichst wenige Rohstoffe verbraucht werden.

Um auch zukünftigen Generationen noch Ressourcen als Lebensgrundlage zu erhalten, müssen Rohstoffe schonend und effizient eingesetzt werden – in der Wirtschaft, aber auch von jedem Einzelnen. Besonders in Unternehmen gibt es erhebliche Potenziale, Ressourcen effizienter zu nutzen. Ressourceneffizienz ist nicht nur bedeutsam zum Schutz der Umwelt und für eine nachhaltige Entwicklung, sondern senkt auch Materialkosten in Unternehmen. Ziel des Bundesumweltministeriums ist, dass Deutschland bis zum Jahr 2020 die weltweit ressourceneffizienteste unter den großen Volkswirtschaften ist. Die Bundesregierung hat deshalb ein Ressourceneffizienzprogramm beschlossen.

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Reststrommenge

Als Reststrommenge bezeichnet man die Menge an Strom, die im Jahr 2001 die damalige Bundesregierung Betreibern von Atomkraftwerken erlaubte, noch zu produzieren; danach sollte die Betriebserlaubnis erlöschen.

Bei der Festlegung der Reststrommengen ging man im Jahr 2001von einer Gesamtlaufzeit von Atomkraftwerken von etwa 32 Jahren aus. Sofern ein Atomkraftwerk stillgelegt würde, bevor die zugeteilte Reststrommenge produziert worden sei, so die damals getroffene Regelung, könne die übrige Strommenge an jüngere Atomkraftwerke übertragen werden. Mit der im Mai 2011 getroffenen Entscheidung für einen schrittweisen Atomausstieg bis 2022 wurden in Deutschland Atomkraftwerke vor Ende der geplanten Laufzeit abgeschaltet. Da auch die noch verbliebenen Atomkraftwerke nach und nach abgeschaltet werden, verlieren die Reststrommengen an wirtschaftlichem Wert. Zudem können sie nicht alle übertragen werden, ohne die gesetzte Frist für den Atomausstieg zu gefährden.

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Rio plus 20

Auf dem sogenannten Erdgipfel im brasilianischen Rio de Janeiro 1992 verständigte sich die Staatengemeinschaft erstmals auf das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung. 20 Jahre danach, vom 20. bis 22. Juni 2012, findet am selben Ort eine Folgekonferenz für nachhaltige Entwicklung statt, die Konferenz „Rio plus 20“.

Auf der Rio-Konferenz der Vereinten Nationen 1992 wurde unter anderem das entwicklungs- und umweltpolitische Aktionsprogramm „Agenda 21“ vereinbart. Es gilt als Meilenstein auf dem Weg zur Nachhaltigkeit. An die Rio-Konferenz 2012 werden hohe Erwartungen geknüpft. Sie soll dazu beitragen, dass Volkswirtschaften weltweit die Umstellung auf nachhaltigeres Wirtschaften vorantreiben. Außerdem wird der weltweite Aufbau einer „Green Economy" zu den Hauptthemen der Konferenz Rio plus 20 gehören.

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S-Z

SEED-Initiative

Die SEED-Initiative unterstützt weltweit Partnerschaftsprojekte, die nachhaltige Entwicklung fördern. SEED ist eine Abkürzung für „Supporting Entrepreneurs for Environment and Development“.

Die SEED-Initiative zeichnet jedes Jahr lokale Umwelt- oder Entwicklungsprojekte, die nachhaltige Entwicklung fördern, mit einem Preis aus, dem SEED-Award. Die Projekte müssen sich durch besonders innovativen Unternehmergeist und Engagement auszeichnen und zum Umweltschutz oder zur Senkung der Armut beitragen. Die SEED-Initiative geht auf einen Vorschlag des Bundesumweltministeriums aus dem Jahr 2002 zurück. Sie wird unter anderem vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen getragen.

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Solarenergie

Solarenergie ist Sonnenenergie. Sie steht unendlich zur Verfügung und gehört somit zu den erneuerbaren Energien.

Die Energiemenge, die die Sonne jährlich liefert, ist etwa 80mal so hoch wie der Energiebedarf in Deutschland. Solarenergie lässt sich mithilfe unterschiedlicher Technologien nutzen: Mit Solarthermie kann aus Sonnenenergie Wärme, mit Photovoltaik Strom erzeugt werden. Vergütungsregeln für Erzeuger von Solarenergie sollen in Deutschland den Ausbau dieser klimafreundlichen Energie attraktiv machen.

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Solarthermie

Solarthermie ist eine klimafreundliche Heiztechnologie, die mithilfe von Sonnenlicht Wärme erzeugt. Sie ist eine wichtige Technologie beim Ausbau erneuerbarer Energien.

Mithilfe von Sonnenkollektoren wird Sonnenenergie auf eine Trägerflüssigkeit, beispielsweise Wasser, übertragen. So wird Warmwasser gewonnen, das verbraucht oder zum Beheizen genutzt werden kann. Solarthermie ist von Photovoltaik zu unterscheiden: Während mit Solarthermie aus Sonnenenergie Wärme erzeugt wird, erzeugt Photovoltaik aus Sonnenenergie Strom.

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Stromnetzausbau

Der Ausbau des Stromnetzes in Deutschland ist von zentraler Bedeutung für Ausbau und Nutzung erneuerbarer Energien.

Strom wird über Stromnetze von der Quelle der Stromerzeugung zum Verbraucher transportiert. Strom aus erneuerbaren Energien wird zunehmend in Windparks im Norden Deutschlands oder von einer steigenden Anzahl stromerzeugender Solaranlagen erzeugt. Ein leistungsfähigeres Stromnetz ermöglicht es, Strom verstärkt aus dem Norden in Verbrauchszentren im Süden und Westen zu transportieren und regionale Schwankungen von Wind- und Sonnenstrom auszugleichen. Der Stromnetzausbau ermöglicht die Integration der erneuerbaren Energien, senkt Kosten und erhöht die Versorgungssicherheit.

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TEEB

TEEB (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) heißt eine internationale Studie zur Ökonomie von Ökosystemen und der Biodiversität.

Im Zentrum steht eine ökonomische Bewertung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen. Untersucht wird zum einen, wie der Wert natürlicher Ressourcen und der biologischen Vielfalt in Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden kann – etwa von Unternehmen oder Städten und Gemeinden. Darüber hinaus wird untersucht, welcher wirtschaftliche Schaden durch den Verlust biologischer Vielfalt entsteht. Es liegen bereits mehrere TEEB-Berichte vor.

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Treibhauseffekt

Eine natürliche Schutzhülle aus Treibhausgasen umgibt den Erdball und sorgt dafür, dass sich die Erde erwärmt: je mehr Treibhausgase, umso stärker die Erderwärmung.

Wie Glasscheiben eines Treibhauses lassen Treibhausgase zwar Sonnenstrahlung zur Erdoberfläche durch. Sie verhindern aber, dass die entstehende Wärme wieder komplett in den Weltraum zurückgestrahlt wird. Folglich erwärmen sich Luft und Wasser. Die zunehmende Konzentration von Treibhausgasen führt zu einem unnatürlich starken Treibhauseffekt und verursacht den Klimawandel.

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Treibhausgase

Treibhausgase sind Spurengase in der Erdatmosphäre, die verhindern, dass Wärme von der Erdoberfläche ins All zurückstrahlt.

Eine zu hohe Konzentration von Treibhausgasen verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt auf der Erde und führt zur Erderwärmung. Das Kyoto-Protokoll sieht vor, dass der Ausstoß von Treibhausgasen weltweit reduziert wird. Zu den Treibhausgasen gehören Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Lachgas (Distickstoffoxid, N2O) und Fluorkohlenwasserstoffe (H-FKW).

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Tschernobyl

Tschernobyl in der Ukraine (ehemals Teil der Sowjetunion) steht für die bislang größte Katastrophe in der zivilen Nutzung von Kernenergie. Am 26. April 1986 explodierte hier ein Block des Atomkraftwerks.

Radioaktive Stoffe wurden in großer Menge und über Tage hinweg freigesetzt, in große Höhen verfrachtet und bis nach Mitteleuropa und Skandinavien getragen. Am stärksten betroffen waren die Ukraine, Weißrussland und Russland. Hier leidet die Bevölkerung noch immer noch unter den Folgen. Weite Landstriche sind noch heute radioaktiv verseucht. Die nukleare Katastrophe von Tschernobyl war auf Konstruktions- und Bedienungsfehler zurückzuführen. Deutschland hat die Ukraine bei der Bewältigung der Folgen des Reaktorunfalls und der Sicherung des Reaktors unterstützt.

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UFOPLAN

UFOPLAN steht für Umweltforschungsplan. Im Umweltforschungsplan beschreibt das Bundesumweltministerium jährlich seine Forschungsvorhaben.

Verantwortungsvolle Umweltpolitik benötigt wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen. Darum vergeben die Ressorts des Bundesumweltministeriums Forschungsaufträge; darüber hinaus betreibt das Bundesumweltministerium durch das Umweltbundesamt auch Eigenforschung. Der gesamte mittelfristige Forschungsbedarf des Ministeriums wird in einem Forschungsrahmen beschrieben. Die konkreten Forschungsvorhaben werden thematisch gruppiert und mit Kurztitel, Vergabebehörde und Forschungskennzahl im UFOPLAN aufgeführt.

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UN-Dekade Biologische Vielfalt

Die Vereinten Nationen (UN) haben dazu aufgerufen, zwischen 2011 und 2020 weltweit den Rückgang der biologischen Vielfalt zu stoppen. Das Jahrzehnt wurde zur UN-Dekade Biologische Vielfalt erklärt
(deka, griechisch = zehn).

Zu den Zielen der UN-Dekade gehört, die biologische Vielfalt zu schützen und deren nachhaltige Nutzung zu fördern. Staaten sind hierzu weltweit ebenso aufgerufen wie private Akteure. Zudem soll das gesellschaftliche Bewusstsein und Engagement für biologische Vielfalt gesteigert werden. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt wurde im Rahmen des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) ausgerufen.

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UNEP

UNEP (United Nations Environment Programme) ist das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UN). Das Organ der UN-Generalversammlung ist zuständig für globale und lokale Umweltfragen und gilt als „Umweltgewissen der Vereinten Nationen“.

UNEP sammelt und analysiert Informationen zum globalen und lokalen Zustand der Umwelt und lenkt die internationale Aufmerksamkeit auf bedeutende Umweltprobleme. Die Organisation entwickelt regionale Umwelt- und Nachhaltigkeitsprogramme; sie unterstützt aber auch Entwicklungsländer dabei, selbst Umweltschutzprogramme aufzubauen und umzusetzen. Der alle zwei Jahre herausgegebene UNEP-Bericht zur weltweiten Umweltsituation dokumentiert Umweltschäden und -entwicklungen. UNEP wurde 1972 gegründet; seine Mitglieder werden alle vier Jahre von der UN-Generalversammlung gewählt.

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UNFCCC – Klimarahmenkonvention

Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen hat zum Ziel, eine gefährliche Störung des Klimasystems durch Treibhausgase zu verhindern.

Seit Unterzeichnung der Klimarahmenkonvention im Jahr 1994 finden kontinuierlich internationale Verhandlungen zum Klimaschutz statt. Die beteiligten Staaten treffen sich einmal jährlich auf einer Konferenz aller Vertragsstaaten, der COP. Dort werden Klimaschutzziele, Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Milderung der Folgen des Klimawandels diskutiert und Entscheidungen getroffen. Die Vertragsstaaten sind verpflichtet, regelmäßig über die Freisetzung von Treibhausgasen zu berichten und Maßnahmen zum Klimaschutz einzuleiten. Industriestaaten treffen dabei weitergehende Verpflichtungen als Entwicklungsländer.

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Umwelt-Audit

Umwelt-Audit ist eine Art freiwillige Umweltbetriebsprüfung und ein Kontrollinstrument des Umweltmanagements.

Unternehmen, Organisationen oder Behörden können regelmäßig, systematisch und objektiv ihr Umweltverhalten bewerten lassen. Geprüft wird etwa, welche Vorkehrungen zum Schutz der Umwelt getroffen sind oder wie viel Energie verbraucht wird. Als effektives Instrument des Umweltmanagements gilt das europäische Umwelt-Audit-System EMAS (Environmental Management and Audit Scheme). Entspricht das nach EMAS geprüfte Umweltverhalten DIN-normierten Standards, bekommt das geprüfte Unternehmen ein Zertifikat. Somit profitieren die Umwelt und das Image des Unternehmens vom Umwelt-Audit.

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Umweltinformationssystem

In Deutschland hat jeder Bürger Anspruch auf freien Zugang zu Umweltinformationen. Daten über die Umwelt werden von Bund und Ländern in computergestützten Informationssystemen gesammelt, verarbeitet und Bürgern auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Effektiver Schutz der Umwelt, aber auch der eigenen Gesundheit, erfordert einen umfassenden Zugang zu Umweltinformationen. Darum können Bürger bei informationspflichtigen Stellen des Bundes und der Länder, häufig auch online, Umweltinformationen einholen. Sie können beispielsweise erfahren, wie die Feinstaubbelastung der Luft an ihrem Wohnort ist, ob Wasser oder Boden belastet sind, erhalten Informationen zu Lärm oder Strahlung. Näheres regeln die Umweltinformationsgesetze des Bundes und der Länder.

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Umweltinnovationsprogramm

Das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums fördert Großvorhaben, die Umweltbelastungen vermindern oder vermeiden. Gefördert werden Projekte im In- und Ausland.

Es werden Projekte gefördert, die sich noch in der Demonstrationsphase befinden, sogenannte Pilotprojekte. Ziel des Förderprogramms Inland ist es, den Stand der Technik weiterzuentwickeln und Projekte mit Vorzeigecharakter als Multiplikatoren zu nutzen. Das bedeutet: Pilotprojekte sollen Unternehmen und Gemeinden dazu anregen, selbst innovative Maßnahmen zur Schonung der Umwelt umzusetzen. Mit dem Förderprogramm Ausland sollen vor allem Projekte unterstützt werden, die Maßnahmen gegen den globalen Klimawandel treffen oder die einen grenzüberschreitenden Umweltschutzeffekt für Deutschland haben.

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Umweltkontaminanten

Umweltkontaminanten sind gesundheitsschädliche Stoffe, die in Lebensmittel durch Verunreinigungen der Luft, des Wasser oder des Bodens gelangen.

Zu den Umweltkontaminanten gehören zum Beispiel Schwermetalle wie Blei und Cadmium oder Dioxine. Verbraucher müssen vor Umweltkontaminanten in Lebensmitteln geschützt werden. In Deutschland ist hierfür das Bundesumweltministerium zuständig. Denn wo Verunreinigungen der Umwelt vermieden werden, können auch keine Verunreinigungen auf Lebensmittel einwirken und sich dort anreichern.

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Umweltradioaktivität

Radioaktivität in der Umwelt kann natürlichen Ursprungs sein oder künstlich erzeugt werden. Sie ist ein Zerfall von Atomkernen, bei dem Strahlung freigesetzt wird.

Der Mensch ist von je her natürlicher Strahlung ausgesetzt, etwa von natürlich radioaktiven Stoffen in Luft, Wasser oder Boden. Hinzu kommt künstlich erzeugte Radioaktivität, zum Beispiel durch medizinische Geräte oder Kernkraftwerke. Je nach Dauer und Intensität der Einwirkung kann Radioaktivität bei Mensch und Umwelt irreparable Schäden anrichten. In Deutschland wird die Radioaktivität der Umwelt kontinuierlich überwacht. Strahlenschutzverordnung und Röntgenverordnung legen Grenzwerte und Schutzmaßnahmen fest, um Menschen vor schädlichen Wirkungen von Radioaktivität zu schützen.

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Umweltverträglichkeitsprüfung

Umweltverträglichkeitsprüfungen erkennen vor Beginn eines Großprojektes dessen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Sie beziehen die Bürger in die Entscheidung über die Zulassung des Projekts ein.

Durch Umweltprüfungen sollen menschliche Gesundheit und natürliche Umwelt vor vorhersehbaren schädlichen Auswirkungen geplanter Großprojekte geschützt werden. Solche Projekte können etwa der Bau von Industrieanlagen oder Infrastrukturmaßnahmen sein. Umweltprüfungen binden die Öffentlichkeit in den Entscheidungsprozess um ein Projekt mit ein; dies schafft Transparenz und soll zur Akzeptanz des betreffenden Projekts beitragen. Projektträgern wird durch eine vorangehende Umweltverträglichkeitsprüfung Planungssicherheit für ihr Projekt gegeben. Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist in einem eigenen Gesetz (UVPG) geregelt.

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Weltnaturerbe

Einzigartige Naturlandschaften, deren Verlust für die Menschheit unersetzlich wäre, werden von der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) unter den Schutz der gesamten Staatengemeinschaft gestellt. Sie gelten als Weltnaturerbe.

Einmal jährlich nimmt die UNESCO einzigartige Naturlandschaften und bedeutende kulturelle Zeugnisse in eine Liste des Welterbes auf. Grundlage hierfür ist das 1972 verabschiedete „Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt“. Die Aufnahme als Weltnaturerbe muss vom jeweiligen Staat, in dem sich die Naturlandschaft befindet, beantragt werden. Das Wattenmeer und die Fossilienlagerstätte Grube Messel in Hessen gehören zum Weltnaturerbe, seit 2011 auch die „Alten Buchenwälder Deutschlands“.

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