Kurz erklärt - Liste aller Begriffe

Im Folgenden werden wichtige Begriffe mit den Anfangsbuchstaben A bis H genauer erläutert.
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A-D

2-Grad-Grenze

Auf maximal 2 Grad Celsius soll der Anstieg der durchschnittlichen Temperatur auf der Erde begrenzt werden.

Darauf einigten sich alle Teilnehmerstaaten auf der 15. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (COP 15) im Jahr 2009 in Kopenhagen. Der Temperaturanstieg wird gemessen im Vergleich zum Temperaturniveau vor der Industrialisierung. Um die 2-Grad-Grenze einzuhalten, muss der Ausstoß von Treibhausgasen weltweit drastisch reduziert werden.

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Abfallexporte

Für die Ausfuhr von Abfall aus einem Staat, den Abfallexport, gibt es strenge Vorschriften. Damit soll eine umweltverträgliche und sichere Beseitigung und Verwertung von Abfällen gewährleistet werden.

Das Basler Übereinkommen von 1989 regelt weltweit den Export gefährlicher Abfälle. Hierfür sind erforderlich: die Genehmigung des Ausfuhrlandes, die Genehmigung sämtlicher Durchfuhrländer sowie die Genehmigung des Einfuhrlandes. Durch das Basler Übereinkommen sind illegale Abfallexporte stark zurückgegangen; eine lückenlose Überwachung der Grenzen ist jedoch nicht möglich.

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Abfallverbringung

Wenn Abfälle über Staatsgrenzen hinweg transportiert werden, spricht man von grenzüberschreitender Abfallverbringung.

Gefährliche Abfälle, aber auch wertvolle Rohstoffe im Abfall dürfen nicht unkontrolliert über Grenzen hinweg transportiert werden. Um dies zu verhindern, gibt es internationale und nationale Regelungen zur Abfallverbringung. International ist das Basler Übereinkommen von 1989 eine wichtige Regelung, innerhalb der Europäischen Union die Verordnung über die Verbringung von Abfällen. Je nach Art des Abfalls gelten unterschiedlich strenge Vorschriften. In Deutschland ergänzt das Abfallverbringungsgesetz die Bestimmungen.

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Agenda 21

Agenda 21 ist ein Aktionsprogramm der Vereinten Nationen für das 21. Jahrhundert. Es soll eine nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung fördern.

Agenda 21 will erreichen, dass Umweltaspekte in allen Politikbereichen berücksichtigt werden. Das Aktionsprogramm gibt hierzu detaillierte Handlungsaufträge, etwa zur Bekämpfung von Armut, zur Bevölkerungspolitik, zur Abfall-, Chemikalien-, Klima- oder Energiepolitik. Es gilt sowohl für Industrie- als auch für Entwicklungsländer. Das Programm wurde 1992 in Rio de Janeiro von der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED) beschlossen.

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Anlagensicherheit

Industrieanlagen müssen sicher sein. Damit von ihnen keine Gefahr für Mensch und Umwelt ausgeht, müssen sie regelmäßig überprüft und auf dem Stand der Technik gehalten werden.

Gefährliche Stoffe und technische Verfahren in Industrieanlagen können für Mensch und Umwelt gefährlich werden. Ursache können zum Beispiel natürliche Gefahrenquellen wie Hochwasser oder Erdbeben sein. In Deutschland regelt eine Vielzahl von Vorschriften, wie man gefährliche Ereignisse in Anlagen vermeiden kann. Sie regeln auch, wie man gegebenenfalls den Schaden für Mensch und Umwelt begrenzen kann.

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Atomausstieg

Atomausstieg bedeutet, die Nutzung von Kernenergie zur Stromerzeugung zu beenden. In Deutschland wurde ein schrittweiser Atomausstieg bis spätestens 2022 beschlossen.

Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 haben Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat den bereits 2002 gesetzlich geregelten Ausstieg aus der Kernenergie beschleunigt. Die sieben ältesten Kernkraftwerke und das Kernkraftwerk Krümmel wurden bereits abgeschaltet. Die restlichen Kernkraftwerke sollen ab 2015 nach und nach bis 2022 folgen. Um die damit wegfallenden Strommengen klimafreundlich zu ersetzen, ist es erforderlich, erneuerbare Energien weiter auszubauen. Zudem muss in Deutschland Energie effizienter genutzt werden. Stromführende Netze müssen ausgebaut werden.

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Atomtransporte (Castortransporte)

Ausgediente Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken wurden bis Mitte 2005 zur Wiederaufbereitung nach Frankreich oder Großbritannien transportiert. Radioaktives Material aus der Wiederaufbereitung wird unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen nach Deutschland zurück transportiert.

Dies geschieht in speziellen Behältern zur Aufbewahrung und zum Transport radioaktiven Materials, sogenannten Castor-Behältern (englisch: cask for storage and transport of radioactive material). Castortransporte erfolgen in der Regel auf Güterzügen. Ein Endlager für hochradioaktive Abfälle gibt es ist in Deutschland noch nicht. Deshalb werden sie in das Zwischenlager für Atommüll im niedersächsischen Gorleben transportiert. Im November 2011 fand der letzte Transport von Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage nach Deutschland statt. Der Transport von Brennstäben zur Wiederaufbereitung ist in Deutschland ist seit 2005 verboten.

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Beschleunigte Energiewende

Energiewende meint den Einstieg ins Zeitalter der erneuerbaren Energien und der Energieffzienz. Nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im März 2011 hat die Bundesregierung beschlossen, die durch das Energiekonzept vom September 2010 eingeleitete Energiewende zu beschleunigen.

Die Energiewendebeschlüsse vom Juni 2011 umfassen ein konkretes Maßnahmenprogramm, um die Energieversorgung in Deutschland grundlegend umzubauen und auf die Nutzung von Kernenergie zur gewerblichen Erzeugung von Strom – schneller als zuvor ohnehin vorgesehen – bis spätestens zum Jahr 2022 vollständig zu verzichten. Der Bedarf an Energie soll hauptsächlich durch unbegrenzt vorhandene und wirtschaftlich, effizient und umweltverträglich genutzte Energiequellen wie Wind und Sonne gedeckt werden.

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Biodiversität

Biodiversität, die biologische Vielfalt, ist Lebensgrundlage für alle Menschen. Die Biodiversität geht in dramatischem Ausmaß zurück.

Biologische Vielfalt umfasst sowohl die Vielfalt der Arten und natürlichen Lebensräume als auch die genetische Vielfalt innerhalb der einzelnen Pflanzen- und Tierarten. Sie sichert die Versorgung der Menschen mit Nahrung, Trinkwasser, Brennstoffen und Medikamente, sorgt für fruchtbare Böden und liefert Brennstoffe. Für den dramatischen Rückgang der biologischen Vielfalt ist vor allem der Mensch verantwortlich. Mit dem 1992 geschlossenen Internationalen Übereinkommen zur biologischen Vielfalt will die internationale Staatengemeinschaft den Schutz der biologischen Vielfalt weltweit voranbringen.

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Biogas

Biogas ist ein Gas, das bei der Vergärung von Biomasse entsteht. Es kann zur Nutzung von Strom und Wärme oder als Kraftstoff genutzt werden.

Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat die Nutzung von Biogas in Deutschland an Bedeutung gewonnen. Beim großflächigen An- und Abbau von geeigneten Pflanzen sind die Anforderungen des Naturschutzes zu beachten. Auch Gülle kann zur Gewinnung von Biogas genutzt werden. Biogas kann direkt in einem Blockkraftwerk zur Energieerzeugung eingesetzt werden. Die Energie kann aber auch in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist und so gespeichert werden.

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Biomasse

Biomasse ist organische Substanz, die aus Pflanzen, Pflanzenteilen oder Bioabfällen gewonnen wird. Sie kann genutzt werden, um Strom und Wärme zu erzeugen oder Kraftstoff herzustellen.

Energie, die aus Biomasse erzeugt wird, gehört zu den erneuerbaren Energien; denn organische Substanzen können nachwachsen. In Deutschland sind Forst- und Landwirtschaft wichtige Lieferanten von Biomasse. Beim großflächigen An- und Abbau von geeigneten Pflanzen sind die Anforderungen des Naturschutzes zu beachten. Das Bundesumweltministerium fördert Projekte, mit denen die energetische Nutzung von Biomasse optimiert wird. Einzelheiten zur Erzeugung von Energie aus Biomasse regelt in Deutschland die Biomasseverordnung.

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Blockheizkraftwerk

Ein Blockheizkraftwerk ist eine Anlage, in der Strom und Wärme erzeugt und in der Regel vor Ort genutzt wird.

Anlagen, in denen gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt werden, nennt man Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Der Vorteil von Blockheizkraftwerken ist, dass Strom und Wärme dort erzeugt werden, wo sie verwertet werden; Transportwege entfallen so in der Regel. Nur überschüssiger Strom wird von Blockheizkraftwerken in das Stromnetz eingespeist. Hierfür erhält der Betreiber des Blockheizkraftwerks eine Vergütung. Einzelheiten sind im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz und im Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelt.

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CBD, Internationales Übereinkommen zur biologischen Vielfalt

CBD (Convention on Biological Diversity) ist das umfassendste internationale Abkommen zum Schutz der Natur und zur nachhaltigen Entwicklung.

Die drei Hauptziele des Übereinkommens sind: Die biologische Vielfalt soll erhalten werden. Sie soll nachhaltig genutzt werden, damit möglichst viele Menschen heute und in Zukunft von ihr profitieren können. Außerdem soll der Zugang zu genetischen Ressourcen eines Landes, wie etwa Rohstoffen für Medikamente, geregelt werden; an den Gewinnen, die mit der Nutzung der Ressourcen erzielt werden, sollen die Länder, aus denen die Rohstoffe stammen, gerecht beteiligt werden. Das Übereinkommen wurde 1992 auf der Konferenz der Vereinten Nationen zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro beschlossen und trat 1993 in Kraft. In Deutschland wird es mit der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt umgesetzt.

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CITES

CITES ist ein 1975 in Kraft getretenes internationales Abkommen zum Artenschutz. Weil das Abkommen in Washington geschlossen wurde, wird es auch als Washingtoner Artenschutzabkommen bezeichnet.

CITES ist eines der wirksamsten Instrumente im Kampf gegen das Artensterben. Es kontrolliert, reguliert und begrenzt den zwischenstaatlichen Handel mit geschützten Pflanzen und Tieren sowie mit Produkten, die aus ihnen hergestellt werden. Die gefährdeten Arten werden je nach Grad ihrer Schutzbedürftigkeit in verschiedene Kategorien gelistet. Je nach Kategorie gelten unterschiedlich starke Handelsbeschränkungen. CITES ist eine Abkürzung für "Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora".

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COP Conference of the Parties – Vertragsstaatenkonferenz

Die Vertragsstaatenkonferenz (Conference of Parties, COP) ist das höchste Gremium der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC).

Ihre Mitglieder treten einmal im Jahr zusammen. Sie prüfen und fördern die Umsetzung der Klimarahmenkonvention. Vertragsstaatenkonferenzen werden häufig bezeichnet mit einer Kombination aus der Abkürzung COP und der Ordnungszahl der jeweiligen Konferenz, beispielsweise COP 3 für die dritte Vertragsstaatenkonferenz der Klimakonvention in Kyoto im Jahre 1997.

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CSD (Committee on Sustainable Development)

CSD ist eine Abkürzung für die UN-Kommission für nachhaltige Entwicklung.

Die Kommission wurde 1992 auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen im brasilianischen Rio de Janeiro eingesetzt. Zu ihren Aufgaben gehört es, zu überwachen, dass die Beschlüsse von Rio de Janeiro, insbesondere das Aktionsprogramm Agenda 21 für eine nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung, umgesetzt werden. Die UN-Kommission hat 53 Mitgliedstaaten und tagt einmal jährlich in New York.

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Clearing-House-Mechanismus

Clearing-House-Mechanismus ist ein weltweites Informationsnetz, über das sich die Vertragsstaaten des Internationalen Übereinkommens zur biologischen Vielfalt austauschen können.

Das weltweite Informationsnetz des CHM wird aus nationalen Informationsplattformen gebildet. Hier können Nutzer Informationen zur biologischen Vielfalt eingeben oder abfragen. CHM fördert die technologische und wissenschaftliche Zusammenarbeit der Vertragsstaaten des Internatonalen Übereinkommens zur biologischen Vielfalt und unterstützt somit bei dessen Umsetzung. Auch für Deutschland ist eine nationale Informationsplattform Clearing-House-Mechanismus eingerichtet.

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E-H

Emission

Emission bedeutet, dass von einer Quelle Stoffe, Strahlen oder Energien in die Umwelt abgegeben werden.

Das können beispielsweise Schadstoffe, Gerüche, Lärm, Licht, Wärme oder Strahlung sein. Ein wichtiges Ziel des Klimaschutzes ist es, die Emission von Treibhausgasen zu verringern.

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Emissionshandel

Emissionshandel ist der Handel mit Rechten zum Ausstoß von Treibhausgasen.

Das Prinzip: Wer die Luft mit Treibhausgasen belastet, benötigt hierzu Berechtigungen, sogenannte Emissionszertifikate. Diese werden den Betreibern von Anlagen zunächst in begrenzter Zahl vom Staat zugeteilt. Wenn eine Anlage mehr Treibhausgas ausstößt als die Zertifikate erlauben, muss der Betreiber Berechtigungen dazukaufen. Wer hingegen seine Treibhausgas-Emissionen reduziert, kann die entsprechend weniger benötigten Rechte verkaufen. Je weniger Emissionen, desto wirtschaftlicher also für ein Unternehmen. So wird für die Industrie ein Anreiz geschaffen, möglichst wenig Treibhausgas freizusetzen. Der Emissionshandel gehört zu den Mechanismen des Kyoto-Protokolls.

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Energieeffizienz

Energieeffizienz ist ein Maß dafür, wie gut Energie eingesetzt wird, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen. Die Steigerung der Energieeffizienz steht neben dem Ausbau erneuerbarer Energien im Zentrum deutscher Energiepolitik.

Die Energieeffizienz ist umso höher, je geringer der Energieverlust bei der Nutzung von Energieträgern ist. Um die Energieversorgung in Deutschland auf sichere, nachhaltige und klimafreundliche Energien umzustellen, ist eine Steigerung der Energieeffizienz erforderlich. Sowohl Industrie als auch Verbraucher können dazu beitragen. Das dient nicht nur einer nachhaltigen Entwicklung und dem Klimaschutz, sondern spart auch Kosten. Ein wichtiges Instrument zur Steigerung der Energieeffizienz ist die Kraft-Wärme-Kopplung.

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Erneuerbare Energien

„Erneuerbare Energien“ ist ein Sammelbegriff für Technologien, die nachwachsende Rohstoffe oder natürliche Prozesse in der Natur zur Energiegewinnung nutzen.

Zu den erneuerbaren Energien gehören die Sonnen- und Windenergie, die Bioenergie und Wasserkraft sowie die Erdwärme. Der massive Ausbau erneuerbarer Energien ist ein zentrales Instrument, um in Deutschland den vollständigen Ausstieg aus der Kernenergie umzusetzen. Denn anders als etwa Erdöl oder Kohle können erneuerbare Energieträger nicht erschöpft werden. Sie tragen somit zu einer sicheren Versorgung mit Strom, Wärme und Kraftstoff bei. Erneuerbare Energien sind zudem klimafreundlich und schonen knappe Ressourcen. Wichtige Instrumente zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland sind das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Marktanreizprogramm.

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Erneuerbare-Energien-Umlage (EEG-Umlage)

Die Erneuerbare-Energien-Umlage ist ein Cent-Betrag, den Verbraucher pro Kilowattstunde Strom an ihren Energielieferanten zahlen. Damit wird der Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland konsequent gefördert.

Erneuerbare Energien tragen zu einer sicheren und nachhaltigen Energieversorgung in Deutschland bei. Mit der Erneuerbare-Energien-Umlage werden die Verbraucher an den Kosten für den Ausbau der erneuerbaren Energien beteiligt. Mit der Umlage investieren Verbraucher in eine zukunftsfähige Energieversorgung. Die Umlage wird im Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelt. Ihre Höhe wird jährlich neu festgelegt. Für das Jahr 2013 beträgt die EEG-Umlage 5,277 ct/kWh. Für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 kWh/Jahr sind dies 15,40 €/Monat bzw. 184,70 €/Jahr (jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer). Gegenüber der in 2012 wirksamen EEG-Umlage erhöht sich damit für diesen Haushalt die Belastung um rund 4,90 € pro Monat oder 59 € im Jahr.

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Fukushima

Im japanischen Kernkraftwerkstandort Fukushima kam es im März 2011 zu einer Reihe schwerer nuklearer Unfälle.

Nach einem Erdbeben und nachfolgendem Tsunami kam es in Fukushima in vier von den sechs Reaktoren des Kernkraftwerks Fukushima Dai-ichi zum Ausfall der gesamten Stromversorgung und der Kühlwasserversorgung. Dies führte in drei Blöcken zu Kernschmelzen. Durch mehrere Explosionen wurden die Gebäude teilweise schwer beschädigt. Große Mengen radioaktiven Materials wurden in Luft, Wasser und Boden freigesetzt. Die Bevölkerung musste die Region verlassen.

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Geothermie

Geothermie nennt man sowohl die unterhalb der Erdoberfläche gespeicherte Erdwärme als auch deren Nutzung zur Energieversorgung.

Geothermie gehört zu den erneuerbaren Energien, denn sie ist im Prinzip überall und jederzeit verfügbar. Je tiefer man von der Erdoberfläche ins Erdinnere vordringt, umso höher ist die Temperatur der Gesteinsschichten. Dies liegt am Wärmestrom, der aus dem heißen Kern der Erde nach außen dringt. Dies kann man sich zur Wärmeversorgung und zur Stromerzeugung zunutze machen. In tiefen Schichten gibt es außerdem Heißwasservorkommen, die durch Bohrungen gewonnen werden können. Man unterscheidet oberflächennahe Geothermie in Tiefen bis zu 1000 Metern und Tiefe Geothermie. Nicht alle Gebiete eignen sich gleich gut für die Gewinnung von Erdwärme.

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Green Economy

Green Economy („Grünes Wirtschaften“) ist ein Konzept für ein weltweites nachhaltiges Wirtschaften.

Ziel ist ein Wirtschaften, das Energie und Rohstoffe effizient einsetzt und möglichst wenig Emissionen verursacht. Wirtschaftliche Chancen sollen genutzt, gleichzeitig aber Risiken für die Umwelt so gering wie möglich gehalten werden. Um Green Economy weltweit zu erreichen, müssen Volkswirtschaften umfassend modernisiert werden.

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Green IT (Grüne Informationstechnik)

Unter "Green IT" sind sämtliche Aktivitäten des umweltschonenden Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie der Nutzung von IKT zur Umweltschonung zu verstehen.

Dies umfasst den gesamten Lebensweg von IKT-Produkten und neben dem Energieverbrauch auch andere Umweltwirkungen, wie z.B. den Verbrauch umweltrelevanter Rohstoffe.

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GreenTech

GreenTech steht für Umwelttechnologie. Der Begriff, aber auch der Erfolg der Branche machen deutlich, dass Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind, sondern zwei Seiten einer Medaille.

In Deutschland ist GreenTech ein Erfolgsmodell. Deutschland ist sowohl ein attraktiver Produktionsstandort als auch Absatzmarkt für Umwelttechnologie. GreenTech funktioniert als Motor für Wachstum und schafft Arbeitsplätze. Zugleich ist innovative Umwelttechnologie ein Instrument gegen die Rohstoffkrise und den Klimawandel. Ein vom Bundesumweltministerium herausgegebener Umwelttechnologie-Atlas dokumentiert die Entwicklung, den Einsatz und die Verbreitung von Umwelttechnologien in Deutschland.

Grundgesetz Artikel 20a

Mit Artikel 20a des Grundgesetzes wurde 1994 in Deutschland der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zum Staatsziel erklärt.

Artikel 20a des Grundgesetzes lautet: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

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HELCOM

HELCOM ist ein Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt im Ostseegebiet.

Ziel des Abkommens ist, die Meeresumwelt der Ostsee umfassend zu schützen: vor Verschmutzung vom Land aus oder durch Schiffe, vor Entsorgung oder Verbrennung von Abfall auf See, vor unfallbedingter Verschmutzung sowie Verschmutzung durch Offshore-Aktivitäten. HELCOM wurde 1974 in Helsinki von den Anliegerstaaten der Ostsee geschlossen. Das Abkommen trat 1980 in Kraft und wurde im April 1992 an neue Erfordernisse des Meeresumweltschutzes angepasst.

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Habitat

Habitat (habitare, lateinisch = wohnen) meint den typischen Lebensraum einer Tier- oder Pflanzenart.

In der Europäischen Union schützt die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie natürliche Lebensräume. Sie dient damit der Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung der biologischen Vielfalt in der Europäischen Union. Wichtig ist die Vernetzung von Lebensräumen; denn erst hierdurch wird ermöglicht, dass sich verschiedene Populationen wildlebender Tier- und Pflanzenarten genetisch austauschen.

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Human-Biomonitoring

Human-Biomonitoring untersucht, ob Einzelne oder Bevölkerungsgruppen mit Schadstoffen belastet sind und welche gesundheitlichen Auswirkungen dies auf sie hat.

Untersucht werden menschliche Körperflüssigkeiten und Gewebe, wie etwa Muttermilch, Haare oder Blut. Human-Biomonitoring kann als Frühwarnsystem für bisher nicht erkannte Umweltbelastungen dienen. Es ist ein wichtiges Instrument für den gesundheitsbezogenen Umweltschutz. Mithilfe von Human-Biomonitoring lässt sich zudem überprüfen, ob Verbote oder Beschränkungen bedenklicher Stoffe tatsächlich dazu geführt haben, dass die Schadstoffbelastung in der Bevölkerung zurückgeht.

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Hybride Antriebstechnik

Hybride Antriebstechnik (hybrid, lat. = gemischt) kombiniert mindestens zwei Antriebstechniken, beispielsweise den Antrieb durch Verbrennungs- und Elektromotor.

Hybride Antriebstechnik trägt dazu bei, die Feinstaubbelastung der Luft zu mindern und CO2-Emissionen zu vermeiden. Sie wird beispielsweise bei Kraftfahrzeugen eingesetzt. Man spricht dann von Hybridfahrzeugen. Der Einsatz von Hybridtechnik senkt den Kraftstoffverbrauch und steigert die Energieeffizienz. Antriebstechniken können unterschiedlich miteinander kombiniert werden: Sie können sich gegenseitig ergänzen und gemeinsam die Leistung erhöhen, beispielsweise beim Beschleunigen. In bestimmten Betriebsphasen kann aber auch nur eine der Antriebstechniken die Hauptleistung erbringen, etwa der Elektromotor bei Langsamfahrten im Stadtverkehr.

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