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Aktuelle Themen der Umweltpolitik

Neben den ausführlichen umweltpolitischen Hintergrundinformationen, die Sie über die Themenbereiche direkt auswählen können, erhalten Sie hier die wichtigsten Kurzinformationen und aktuellen Entscheidungen zu den Themen, die aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger gegenwärtig von besonderer Bedeutung sind.

Stand: 01.11.2008

Sind mit dem Silvesterfeuerwerk eigentlich Umwelt- und Gesundheitsbelastungen verbunden?

  • Bleigießen, ein Gläschen Sekt und das Feuerwerk um Mitternacht - für die meisten Bürgerinnen und Bürger in Deutschland gehören diese Dinge traditionell zum letzten Abend des Jahres. Ein Feuerwerk ist zwar schön anzusehen. Andererseits kennt jeder die Situation, wenn um Mitternacht die Luft "zum Schneiden"ist, die Augen brennen und es im Hals kratzt. Wenn wir Feuerwerkskörper abbrennen, steigt die Belastung der Luft mit Schadstoffen explosionsartig an. Zu großen Teilen besteht der Feuerwerksqualm aus so genanntem Feinstaub (PM - Particulate Matter, PM10 1)).
  • Es ist erwiesen, dass das Einatmen von Feinstaub die menschliche Gesundheit gefährdet. Die Wirkungen reichen von vorübergehenden Beeinträchtigungen der Atemwege über einen erhöhten Medikamentenbedarf bei Asthmatikern bis zu vermehrten Krankenhausaufnahmen wegen Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen.
  • Um die Gesundheit der Menschen vor Feinstaub zu schützen, gibt es EU-weit geltende Grenzwerte. Der Tagesgrenzwert für PM10 beträgt 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (μg/m³) und darf nicht öfter als 35mal im Jahr überschritten werden. Das Silvesterfeuerwerk verursacht kurzzeitige PM10-Spitzen, die zu Tagesmittelwerten von über 50 μg/m³ führen. Einer von 35 zulässigen Überschreitungstagen ist damit bereits am ersten Tag des Jahres "verbraucht". In Großstädten werden in der ersten Stunde PM10-Werte von bis zu 4000 μg/m³ gemessen. Aktuelle Auswertungen des Umweltbundesamtes zeigen, dass am ersten Tag des neuen Jahres die Luftbelastung mit Feinstaub an rund einem Drittel aller Messstationen in Deutschland so hoch ist wie sonst im ganzen Jahr nicht.
  • Traditionen und Bräuche sind Teil unseres Lebens und sollen dies auch bleiben. Jeder kann allerdings einen Beitrag zur Verminderung der Feinstaubbelastung in der Silvesternacht leisten. Schränken Sie Ihr persönliches Feuerwerk ein oder verzichten Sie sogar ganz darauf. Gleichzeitig würden Sie so auch helfen, die Müllmenge von Verpackung und Umhüllung der Feuerwerkskörper und den Energieaufwand, der bei der Herstellung der Feuerwerkskörper erheblich ist, zu verringern. Eine weitere gesetzliche Regelung strebt die Bundesregierung nicht an; sie setzt stattdessen auf einen vernünftigen Umgang der Bürgerinnen und Bürger mit dem Silvesterfeuerwerk.

1) Erklärung: PM10 - Staubteilchen mit einem Durchmesser von weniger als 10 μm (10 μm sind 10 Millionstel Meter)

Weitere Informationen:

Hintergrundinformationen erhalten Sie auch über das Umweltbundesamt:
www.uba.de

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