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Archiv 14. Legislaturperiode
Parl. Staatssekretärin Gila Altmann
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Titel: Grußwort der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
- Redner/in: Parlamentrische Staatssekretärin Gila Altmann
- Anlass: Eröffnung des 2. BfN-Workshops "Nachhaltige konsumtive Nutzung von Wildtieren"
- Datum: 12.09 / 13.09.2000
Begrüßung
Ich freue mich, dass wir uns zum 2. Mal diesem Thema widmen. Vor dieser Veranstaltung habe ich noch einmal in meinem Grußwort zum 1. Workshop nachgelesen und dabei festgestellt, dass vieles von damals noch aktuell ist, einiges aber auch schon angegangen wurde. Der dazugehörige Tagungsband gibt die Komplexität der dort geführten Diskussion wieder. Ich habe im April diesen Jahres an der CITES-Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen in Nairobi teilgenommen und habe die Probleme dadurch noch deutlich vor Augen. Mein Fazit: "Jeder definiert "sustainable use", wie es ihm gerade passt, und verhält sich entsprechend!". Der Tagungsband hilft da nur bedingt weiter.
Sie alle haben als Experten nun die anspruchsvolle Aufgabe vor sich, die mühsam erarbeiteten Ergebnisse des Dezember-Workshops noch einmal kritisch unter die Lupe zu nehmen. Ziel aller Überlegungen ist es ja schließlich, theoretisch fundierte Handreichungen für die Praxis zu schaffen, sei es für den nationalen Artenschutzvollzug, die Entwicklungshilfearbeit oder schließlich die internationale Artenschutzpolitik. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die gefundenen Kriterien konkretisiert und gewichtet werden. Sie müssen händelbar und so griffig sein, so dass sie auch für den Alttag taugen. Sie dürfen nicht im fachwissenschaftlichen Raum hängen bleiben, sondern müssen in der Gesellschaft ankommen.
Dabei wird naturgemäß zunächst noch einmal der Schwerpunkt auf den naturschutzfachlichen Aspekten liegen: schliesslich wurde in der letzten Veranstaltung das sog. "ökologisches Primat" von allen Teilnehmern klar hervorgehoben.
Dies darf uns aber nicht vergessen lassen, dass eine sinnvolle Einbindung des Gedankens der Nachhaltigkeit in die Artenschutz- und Entwicklungshilfepraxis nur gelingen wird, wenn auch die anderen herausgearbeiteten Themenblöcke, die unter den Stichworten "Sozioökonomische Akzeptanz", "Vorliegen verbindlicher Regelungen" sowie "Ökonomische Effektivität" einer weiteren Betrachtung unterzogen werden. Alles Aspekte, die man unter dem Stichwort "Akzeptanz" zusammenfassen kann. Eine weitere Betrachtung dieser Themen kann sicherlich nur unter Einbeziehung entsprechender Fachleute aus der Wirtschafts- und Entwicklungspolitik gelingen. Dazu müssen aber wir, die wir uns bereits mit der Thematik befasst haben, den weiteren Prozess anstoßen. Ich wünsche mir daher sehr, dass Sie alle sich im Laufe dieses Workshops auch darüber Gedanken machen, wie die Diskussion in andere Politikbereiche eingebracht werden kann und wie die weiteren Maßnahmen aussehen könnten.
Ich wünsche Ihnen allen bei dieser anspruchsvollen Aufgabe viel Erfolg!
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