Stand: Dezember 2009


Die Sibirische Schwertlilie ist Blume des Jahres 2010

Mit der Sibirischen Schwertlilie haben die Stiftung Naturschutz Hamburg und die Stiftung Loki Schmid eine unserer seltensten Blütenpflanzen der Feuchtlebensräume zur "Blume des Jahres 2010" gewählt.

Im Mai und Juni trägt die Sibirische Schwertlilie auf einem bis einen Meter hohen Stängel eine bis drei filigrane, blauviolette Blüten. Im Gegensatz zu anderen Iris-Arten weisen die Blätter nicht die übliche breite Schwertform auf, sondern sind grasähnlich und nur zwei bis sechs Zentimeter breit.

Aufgrund von Trockenlegungen, Änderungen der Bewirtschaftung und vermehrtem Nährstoffeintrag gilt Iris sibirica in weiten Teilen Mitteleuropas als gefährdet. Sie besiedelt vor allem feuchte Streuwiesen und Niedermoore sowie Teichufer, Flutmulden und Gräben. Einer der größten deutschen Wuchsorte im Wollmatinger Ried am Bodensee wird seit vielen Jahren vom NABU betreut und gepflegt. Andere, oft inselartige Vorkommen, gibt es im östlichen Niedersachsen (Wendland), in Sachsen und in Mecklenburg-Vorpommern.


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