Die Vogelkirsche ist Baum des Jahres 2010

Die Vogelkirsche wurde durch die Stiftung Menschen für Bäume zum "Baum des Jahres 2010" ernannt. Wilde Vogelkirschen kommen vor allem an Waldrändern und in der freien Landschaft vor, wo sie allerdings von Kultur-Kirschen schwer zu unterscheiden sind. Die Früchte der Wildform sind mit nur einem Zentimeter Dicke jedoch deutlich kleiner, die Kronen schlanker. Oft erkennt man bei Kulturkirschen am Stamm – meist in etwa zwei Metern Stammhöhe – knollenartige Verdickungen an der Stelle, an der die Bäume gepfropft wurden.

Vogelkirschbäume können im Wald bis 30 Meter, im Freistand bis 20 Meter hoch und maximal 150 Jahre alt werden. Der Stamm kann oberhalb der Wurzelanläufe etwa einen Meter dick werden. Hinsichtlich der Ansprüche an Nährstoffe und Feuchtigkeit ist die Vogelkirsche sehr genügsam, sie kann sogar als Pionierbaum auf Schuttflächen wachsen. Aufgrund ihrer Hitze- und Trockenheitstoleranz kann sie tendenziell vom Klimawandel eher profitieren, weil sie dadurch gegenüber anderen Baumarten konkurrenzkräftiger wird. In der Krone einer freistehenden, ausgewachsenen Vogelkirsche können sich bis zu einer Million Blüten befinden.

Ein ästhetisches Highlight der Vogel- und Süßkirsche ist ihre Herbstfärbung: sie kann leuchtend orange bis feuerrot werden und damit Ende Oktober für einen herbstlichen Höhepunkt in der Landschaft sorgen, fast wie der "Indian Summer" in Nordamerika – dort sind es allerdings Ahorne, die das Feuerrot verbreiten.


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