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Natur · Arten
Naturschutz / Biologische Vielfalt
Stand: Januar 2010
Die LifeWeb-Initiative - Afrika
Klimaschutz und Erhalt von Primärwäldern - Managementmodelle am Beispiel der Wildkaffeewälder Äthiopiens (Äthiopien)
Durchführung: Naturschutzbund Deutschland (NABU)
Beschreibung: Äthiopien hat in den letzten 40 Jahren über 90% seiner Wälder verloren. Die äthiopischen Bergnebelwälder stellen nicht nur einen wichtigen Kohlenstoffspeicher dar, sondern beherbergen global bedeutende genetische Ressourcen, denn sie sind das Ursprungsgebiet und das Zentrum genetischer Vielfalt des Arabica-Kaffee. Dennoch wurden sie durch den Holzbedarf der Anwohner und die Umwandlung in landwirtschaftliche Flächen stark reduziert. Das Vorhaben unterstützt die Bemühungen, durch die Einrichtung eines Biosphärenreservates, die Reduzierung des Brennholzbedarfes durch Gemeinde-Holzplantagen und Holz sparende Öfen und die Förderung neuer Einkommensmöglichkeiten für die Anwohner den Druck auf die verbliebenen Waldflächen zu verringern. Die Kohlenstoffspeicherung soll durch Aufforstung und die Rehabilitierung fragmentierter Wälder und degradierter Flächen erhöht werden.
Integriertes Schutzprojekt im "Ngiri Triangle" (Demokratische Republik Kongo)
Durchführung: KfW Entwicklungsbank in Zusammenarbeit mit Umweltstiftung WWF Deutschland
Beschreibung: Zwei Einzelvorhaben werden die Strukturen für ein Schutzgebiet im Nordwesten des Landes mit Feucht- und Überschwemmungswäldern aufbauen und dazu beitragen, die Lebensgrundlagen der ansässigen Bevölkerung zu verbessern. Dies ist ein wichtiger Baustein, um das erklärte Ziel der kongolesischen Regierung zu erreichen, langfristig 15% der Landesfläche (vorrangig Wald) unter Schutz zu stellen.
Schaffung von Planungs- und Kapazitätsgrundlagen für ein verbessertes und erweitertes Schutzgebietsnetz (Demokratische Republik Kongo)
Zweitgrößtes Regenwaldgebiet der Welt: Das Kongobecken.
Durchführung: Umweltstiftung WWF Deutschland
Beschreibung: Basierend auf der Selbstverpflichtung der Demokratischen Republik Kongo, 15% der Landesfläche als Schutzgebiete (unterschiedliche Kategorien) auszuweisen und damit die Schutzgebietsfläche zu verdoppeln, sollen unter enger Einbeziehung der betroffenen Menschen die Grundlagen für Planung, Ausweisung und Verbesserung eines umfassenden, landesweiten Schutzgebietsnetzes geschaffen werden.
Erhaltung der Biodiversität im Forêt de Nyungwe (Ruanda) durch Anlage eines agroforstlichen Schutzgürtels (Ruanda)
Durchführung: Universität Koblenz-Landau
Beschreibung: Ruanda besitzt mit dem Nationalpark Forêt de Nyungwe den größten Bergnebelwald Ostafrikas mit zahlreichen nur dort vorkommenden Arten. Zugleich ist der Nutzungsdruck in dem dicht besiedelten Land sehr hoch. Eine nachhaltige Intensivierung der land- und forstwirtschaftlichen Produktion in den Randzonen des Nebelwaldes ist unabdingbar, um den Druck auf die Waldressourcen zu verringern. Projektziel ist die Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Funktionen des Waldes, der als CO2-Senke sowie für den Wasserhaushalt der Region von größter Bedeutung ist, durch den Übergang zu einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft in den Randzonen des Schutzgebietes. Durch die Anlage von Agroforstsystemen, die den natürlichen Stockwerkbau des Waldes nachahmen, den Boden vor Erosion schützen und eine hohe Biomasseproduktion pro Flächeneinheit garantieren, wird die Holzentnahme aus dem Wald überflüssig. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherung der kleinbäuerlichen Bevölkerung.
Nachhaltigkeit der Miombo-Ökoregion durch Vergrößerung und verbessertes Management von Schutzgebieten (Sambia)
Durchführung: United Nations Development Programme (UNDP)
Beschreibung: Das Projekt wird das Management in einem bestehenden Schutzgebiet in der Trockenwaldregion Sambias effektiver gestalten, das Schutzgebiet wird darüber hinaus räumlich erweitert werden. Durch eine Zonierung werden Nutzungskonflikte entschärft werden.
Verbesserung der Effektivität des Managements zur Erhöhung der Kohlenstoffspeicherung im Schutzgebietsnetz der Bergregion des Eastern Arc in Tansania (Tansania)
Grenze des Uluguru-Schutzgebietes in Tansania.
Durchführung: United Nations Development Programme (UNDP)
Beschreibung: Das Projekt soll vier neue, bereits rechtlich verankerte Schutzgebiete im Gebiet der Eastern Arc Mountains in Tansania durch Infrastruktur (Material, etc.) sowie die Einrichtung von Management-Strukturen unterstützen. Überdies wird die Gefahr von Waldbränden, die eine der Hauptgefährdungen für die Wälder darstellen, durch die Anlage von Pufferzonen mit feuertoleranten Baumarten vermindert.
Feuchtgebietsschutz in der Kapregion (Südafrika)
Durchführung: United Nations Development Programme (UNDP)
Beschreibung: Durch das Vorhaben werden mehrere große Feuchtgebiete in der extrem artenreichen Kapregion Südafrikas neu unter Schutz gestellt werden. Die Maßnahmen sehen Feuerschutz, die Reduzierung von Nutzungskonflikten durch Zonierung, die Bekämpfung von invasiven Arten und das Management der Wasserressourcen vor.
Schutz und Management des "Sangha Tri-national Transboundary Forests Complex" (Kamerun, Republik Kongo, Zentralafrikanische Republik)
Durchführung: KfW Entwicklungsbank
Beschreibung: Das Vorhaben trägt zum langfristigen Erhalt und Management eines der bedeutendsten Waldgebiete im zentralen Afrika bei. Es handelt sich um eine trinationale, grenzüberschreitende Zusammenarbeit unter der Schirmherrschaft der zentralafrikanischen Waldschutzkommission COMIFAC. Die Mittel fließen in den Aufbau der Infrastruktur der beteiligten Schutzgebiete. Sie decken eine Finanzierungslücke ab, bis aus dem im Aufbau befindlichen Stiftungsfonds Kapitalzinsen zur Unterhaltung der drei Schutzgebiete fließen können.
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