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StartseiteStand: 10.12.2009
Förderpreise: Klimaschutz mit Klimatechnik
Förderpreis "Kältemittel-Emissionsverringerung"
Derzeit werden über 80 Kältemittel eingesetzt, die wichtigsten sind halogenierte Fluorkohlenwasserstoffe. Diese sind zwar treibhauswirksam, aber nur und erst dann, wenn sie ungewollt aus Kältemittelkreisläufen austreten. Dagegen hat das BMU 2008 Maßnahmen zur Minimierung möglicher Leckagen verordnet. Zur Umsetzung benötigt die Branche handhabbare Verfahren und Systeme. Entwicklungen dazu hat es seit dem letzten Jahr gegeben.
1. Preis
Das Ingenieurbüro tebeg (
www.tebeg.de) aus Würzburg erhielt den ersten Preis in der Kategorie "Kältemittel-Emissionsverringerung" für das internetbasierte Kältemittelleckage-Monitoringsystem MOBILEC, das mittels Mobiltelefon bedient wird, auf handschriftliche, fehleranfällige und zeitintensive Aufzeichnungen verzichtet und somit sehr einfach in der Handhabung ist.
2. Preis
Der Verband Deutscher Kälte-Klima-Fachbetriebe e.V. (
http://vdkf.com) erhielt den zweiten Preis in der Kategorie "Kältemittel-Emissionsverringerung" für ein Leckage- und Energieüberwachungssystem zur Erledigung aller gesetzlichen Aufzeichnungs- und Berichtsvorgaben, das bei Kälte-Klima-Fachbetrieben eingesetzt wird und den Namen VDKF-LEC hat.
3. Preis
Die Dresdner Kühlanlagenbau GmbH (
www.dka-dresden.de) erhielt den dritten Preis in der Kategorie "Kältemittel-Emissionsverringerung" für firmeninterne, organisatorische Maßnahmen zur systematischen Senkung von Kältemittel-Emissionen bei Neubau und Service von Kälteanlagen.
Förderpreis "Kälteleistungsmanagement-Systeme"
Kälteanlagen sind für hochsommerliche Wärme ausgelegt. Für den Rest des Jahres bedeutet das eine deutliche Überdimensionierung. Durch häufiges Ein- und Ausschalten verbrauchen sie mehr Energie als für die Kühlaufgabe eigentlich erforderlich. Gleichzeitig ist der elektrische Leistungsbedarf beim Anfahren solch überdimensionierter Anlagen unverhältnismäßig hoch, was die elektrischen Versorgungsnetze unnötig belastet. Die Energieversorger müssen hohe Leistungen vorhalten, die aber nur kurz beim Anfahren der Maschinen benötigt werden. In den letzten Jahren wurden dazu, besonders in Deutschland, intelligente Lösungen erarbeitet, die jetzt den Weg in die Praxis finden.
1. Preis
Die Firma ECKELMANN AG (
www.eckelmann.de) aus Wiesbaden erhielt den ersten Preis in der Kategorie 'Kälteleistungsmanagement-Systeme' für ein Regelungssystem, das über die Systemgrenzen von Kälteanlagen 'hinausdenkt' und die Integration von Kälte- und Gebäudeleittechnik zu einem durchgängigen System ermöglicht.
2. Preis
Die Firma Bock Kältemaschinen GmbH (
www.bock.de) erhielt den zweiten Preis in der Kategorie 'Kälteleistungsmanagement-Systeme' für eine Plug&Play-Lösung. Diese komplexe Leistungs- und Drehzahlregelung von Kältemittelverdichtern ermöglicht eine Energieeinsparung von über 50 %.
3. Preis
Die Firma AHT Cooling Systems GmbH (
www.aht.at) aus Österreich erhielt den dritten Preis in der Kategorie 'Kälteleistungsmanagement-Systeme' für eine Baureihe gewerblicher Kühltruhen mit moderner Regelungstechnik, die in der Praxis Energieeinsparungen von 40 % ermöglicht und die beim Einschalten hohe Anfahrströme vermeidet.
Förderpreis "Hocheffiziente Kälteanlagen mit halogenfreien Kältemitteln"
Halogenfreie Kältemittel sind zwar weder treibhauswirksam noch ozonzerstörend, aber entweder brennbar, gesundheitsunverträglich bzw. panikerzeugend oder können nicht in allen Temperatur- und Anwendungsbereichen energieeffizient eingesetzt werden. Die Kältemittelauswahl ist daher immer ein Kompromiss. Bei jedem Anwendungsfall muss nach einem optimalen Kältemittel gesucht werden. Dabei muss neben den ökologischen Kriterien immer das Hauptkriterium beachtet werden: die minimalen CO2-äquivalenten Gesamtemissionen. Kälteanlagen und -systeme, die mit halogenfreien Kältemitteln arbeiten und gleichzeitig ein Minimum an CO2-äquivalenten Gesamtemissionen ermöglichen, sind in letzter Zeit in Deutschland entwickelt worden und bereits am Markt eingeführt bzw. stehen kurz davor.
1. Preis
Die Firma Thermea (
www.thermea.de) aus Freital erhielt den ersten Preis in der Kategorie 'Hocheffiziente Kälteanlagen mit halogenfreien Kältemitteln' für eine Baureihe industrieller Hochtemperatur-Wärmepumpen mit dem natürlichen Kältemittel CO2. Sie ermöglicht eine hohe Energieeffizienz bei hohen Vorlauftemperaturen von 90 °C und wird in den Leistungsbereichen von 50 bis 100 kW sowie 1.000 bis 4.000 kW angeboten.
2. Preis
Die Firma Futron GmbH (
http://futron.de) erhielt den zweiten Preis in der Kategorie 'Hocheffiziente Kälteanlagen mit halogenfreien Kältemitteln' für eine integrale Supermarkt-Kühl-/Heizanlage mit Propan als Kältemittel, die 35% Kühlenergie und sogar 100% Heizenergie einspart (90.000 kWh pro Jahr!).
3. Preis
Die Firma INVENSOR (
www.invensor.com) erhielt den dritten Preis in der Kategorie 'Hocheffiziente Kälteanlagen mit halogenfreien Kältemitteln' für eine Adsorptions-Kältemaschine, die Klimakälte von 7 °C aus Abwärme von 45 °C erzeugt. Diese Entwicklung ist ein Paradebeispiel für eine sprunghafte Entwicklung durch neue Materialien, wodurch außerordentliche Anwendungspotenziale erschlossen werden können, die vorher nicht möglich schienen.
Foto: co2online gGmbH 