Stand: März 2009


Internationale Klimaschutzinitiative

Die Internationale Klimaschutzinitiative finanziert seit 2008 Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in den Transformationsstaaten Mittel- und Osteuropas. Einen deutlichen Schwerpunkt der Förderung bilden die G-5-Staaten - Brasilien, China, Indien, Russland und Südafrika. Auf diese Weise leistet das BMU einen effektiven Beitrag zur Emissionsminderung und zur Anpassung an den Klimawandel und ergänzt mit dieser neuen Form der Umweltzusammenarbeit die bestehende Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung.

Der Internationalen Klimaschutzinitiative stehen jährlich 120 Mio. € aus den Versteigerungserlösen der Emissionszertifikate zur Verfügung. Die Grundlage, weltweit in Klimaschutz zu investieren, bildet eine Entscheidung des Deutschen Bundestages.

Bei der Projektauswahl legt das BMU großen Wert auf die Entwicklung von innovativen und multiplizierbaren Lösungsansätzen, die über das Einzelprojekt hinaus Wirkung zeigen und übertragbar sind. Durch gezielte Kooperationen mit Partnerländern gibt die Klimaschutzinitiative wichtige Impulse für die Verhandlungen über ein internationales Klimaabkommen für die Zeit nach 2012. Einen besonderen Beitrag leistet die Klimaschutzinitiative zudem zur internationalen Diskussion um die Ausgestaltung einer Klimafinanzarchitektur.

Die Schwerpunkte der Internationalen Klimaschutzinitiative liegen in den Bereichen:

  • Förderung einer klimafreundlichen Wirtschaft
  • Förderung von Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels
  • Förderung von Maßnahmen zum Schutz von Biodiversität mit Klimarelevanz

Im Bereich klimafreundliche Wirtschaft ist das Ziel, die Partnerländer bei dem Aufbau einer Wirtschaftsstruktur zu unterstützen, die den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase möglichst vermeidet. Dazu werden u.a. die Steigerung der Energieeffizienz, der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase sowohl durch investive Maßnahmen als auch durch Know-How-Transfer und Politikberatung im Partnerland gefördert.

Im Bereich Anpassung werden in ausgewählten, durch den Klimawandel besonders verwundbaren Partnerländern Teile geeigneter nationaler Programme zur Anpassung an den Klimawandel (auf der Basis der nationalen oder regionalen Strategien, NAPAs) umgesetzt. Dabei sollen in einem integrierten Ansatz möglichst mehrere Anpassungsaspekte, wie z.B. Wasserressourcenmanagement, optimierte Landnutzung/ nachhaltige Biomasseproduktion (Ressourcen-Management, Inwertsetzung von devastierten Flächen), Gesundheitsprävention aber auch Katastrophenvorsorge und Migrationsmanagement einbezogen werden.

Im Bereich Biodiversitätsschutz mit Klimarelevanz werden Projekte zum Erhalt der Kohlenstoffsenken, insbesondere von Wäldern und anderen Ökosystemen wie Feuchtgebieten, gefördert. Durch die Aktivitäten in diesem Bereich sollen vor allem die Synergien zwischen Klima- und Biodiversitätsschutz verbessert werden.

Die Mittel der Internationalen Klimaschutzinitiative werden zum größten Teil in bilateralen Projekten umgesetzt. Gefördert werden aber auch Vorhaben multilateraler Organisationen. Eine Übersicht der im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitaitive geförderten Vorhaben sowie nähere Informationen zu den einzelnen Projekten finden Sie in den entsprechenden Projektlisten.