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Int. Umweltpolitik
G8
Gleneagles-Dialog
Stand: Oktober 2007
Inhalte der drei Arbeitssitzungen
1. Technologien
Beim Berliner Gleneagles-Dialog wurde deutlich, dass Klimaschutz-Technologien, aber auch finanzielle Mittel in breitem Umfang zur Verfügung stehen. Für die Lösung der globalen Klima- und Energiefrage kommt es entscheidend auf die Mobilisierung von Investitionen und Technologien durch die Vorgaben und Strukturen auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene an. Der Ausbau des internationalen Kohlenstoffmarktes, den die Mechanismen des Kyoto-Protokolls und das europäische Emissionshandelssystem geprägt haben, wird Investitionen in klimafreundliche Technologien weiter vorantreiben. Hierzu gehören ein gemeinsames langfristiges Klimaschutzziel, anspruchsvolle Reduktionsverpflichtungen für alle Industrieländer und angemessene Beiträge insbesondere der Schwellenländer.
Weitere Informationen:
REN21: "Renewable Energy Potentials"
Internationale Energieagentur: "Toward a Clean, Clever & Competitive Energy Future"
UN-Foundation: "Realizing the Potential of Energy Efficiency:
Targets, Policies an Measures for G8 Countries"
Clean Energy Group: "Massive Climate Technology Innovation"
Portugiesische EU-Präsidentschaft: "Defining a Technology and Investment
Element of an Post 2012 Agreement"
2. Investitionen
Maßnahmen gegen Klimawandel und eine klimafreundliche Umgestaltung unserer Energiesysteme müssen finanziert werden. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, sowohl den öffentlichen als auch den privaten Finanzsektor zu mobilisieren und Investitionen in nachhaltige Energietechnologien zu fördern. Nach einer aktuellen UN-Studie wird der Privatsektor bei den Investitionen mit einem Anteil von weit über 80% die entscheidende Rolle spielen. Der Investitionsbedarf ist groß - aber nicht nur ein Kostenfaktor, sondern eine Chance. Der Markt für Technologien im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz ist weltweit ein wachsender Zukunftsmarkt. Seine Erschließung lohnt sich, vor allem für private Investoren. Der Abbau von Investitionshemmnissen, Anreize für nationale und internationale Klimaschutz-Investitionen und die entsprechende Ausgestaltung unterschiedlicher Finanzierungsinstrumente waren daher der zweite Themenschwerpunkt der Gleneagles-Konferenz.
Weitere Informationen:
UNFCCC: "Investment and financial flows relevant to the development of effective and
appropriate international response to Climate Change"
Framework for Clean Energy Investment – Fortschrittsberichte der multilateralen Entwicklungsbanken:
Afrikanische Entwicklungsbank
Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung
Interamerikanische Entwicklungsbank
Weltbank
World Business Council on Sustainable Development / World Economic Forum
Ergebnisse der Konferenz zum Thema Klimawandel und
Finanzdienstleister im August 2007 in Franfurt/Main
3. Internationale Rahmenbedingungen
Ohne eine zügige Fortentwicklung der internationalen Vereinbarungen wird das globale Problem des Klimawandels nicht zu lösen sein. Bei der Dialogkonferenz wurde deutlich, dass für die Fortentwicklung der internationalen Klimaarchitektur unter der Klimarahmenkonvention und dem Kyoto-Protokoll die Aktivitäten in vier zentralen Feldern verstärkt werden müssen: Minderung der Treibhausgasemissionen, Anpassung an die Folgen des Klimawandels, Technologiezusammenarbeit und Finanzierungsfragen. Diese Bereiche werden eine zentrale Rolle bei der Aushandlung einer internationalen Nachfolgeregelung für die Zeit nach 2012 sein, wenn die erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls ausläuft.
Für Fortschritte im internationalen Klimaschutzprozess kommt es entscheidend auf die Schaffung von Vertrauen im Verhältnis zwischen Industrie- und Entwicklungsländern an. Ein künftiges Klimaschutzabkommen wird nur dann für alle Staaten akzeptabel sein, wenn es von ihnen als fairer Interessenausgleich wahrgenommen wird. Dafür können die Ergebnisse des Gleneagles-Dialogs eine wichtige Basis sein.
Weitere Informationen:
Global Leadership for Climate Action: "Framework for a Post-2012 Agreement on Climate Change"
GLOBE: "Combating Climate Change: AN International Framework Beyond 2012"
Weitere Informationen:
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