Stand: Juli 2009


Kurzinfo Badegewässer

Strandkörbe am Meeresstrand Zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten gehört nach wie vor das Baden und Schwimmen in natürlichen Gewässern. In Deutschland gibt es zahlreiche Badegewässer die gemäß EG-Badegewässerrichtlinie erfasst und überwacht werden. Im Jahr 2008 waren es 1923 Binnenbadegewässer und 380 Küstenbadegewässer..

Im Jahr 2006 wurde die alte Badegewässer-Richtlinie aus dem Jahr 1975 durch eine an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasste Regelung ersetzt. Die novellierte Richtlinie trat am 24. März 2006 in Kraft.

Die Bundesländer haben die neue EU-Badegewässer-Richtlinie inzwischen in nationales Recht umgesetzt und entsprechende Landesverordnungen verabschiedet.

Die Länder sind für den Vollzug, das heißt unter anderem die Ausweisung und Überwachung der EU-Badegewässer, zuständig. Sie veröffentlichen Informationen zur Qualität ihrer Badegewässer im Internet.

Baden ist gesundheitsfördernd, kann aber auch mit einigen gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Dies hat verschiedene Gründe:

  • Freie Badegewässer an Flussläufen, Binnenseen und im Küstenbereich der Meere können unter Umständen mit Krankheitserregern belastet sein. Derartige hygienische Probleme werden hauptsächlich durch Einleitungen aus Kläranlagen und Mischwasserüberläufen sowie städtische und landwirtschaftliche Oberflächenabschwemmungen verursacht. Dies kann Erkrankungen der Badenden auslösen, die mit Fieber, Durchfall und Erbrechen einhergehen können.
  • Auch aus dem Eintrag von Nährstoffen, insbesondere von Phosphor- und Stickstoffverbindungen, kann ein Problem erwachsen, wenn dies zur Eutrophierung der Gewässer führt. Dies kann eine Massenentwicklung von Algen (Algenblüte) begünstigen. Besonders Cyanobakterien ("Blaualgen") bilden Toxine und Allergene. Dadurch können bei manchen Badenden akute Gesundheitsstörungen (z. B. Bindehautentzündung, Hautausschlag) oder schlimmstenfalls chronische Wirkungen (Leberschädigung) hervorgerufen werden.

Diese Verschmutzungsquellen wurden in den letzten Jahren in Deutschland deutlich vermindert. Daher hat sich die Qualität der deutschen Badegewässer ständig verbessert.