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Kaminöfen und andere Holzfeuerungsanlagen im Haus
Stand: Juni 2009
Kaminöfen und andere Holzfeuerungsanlagen im Haus
Was ist das Problem?
Das Heizen mit Holz liegt im Trend. Holzfeuer schaffen nicht nur Behaglichkeit – das Heizen mit Holz dient auch dem Klimaschutz. Beim Verbrennen von Holz wird nur so viel des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid freigesetzt, wie vorher beim Pflanzenwachstum gebunden wurde.
Zusätzlich schont die Holzfeuerung fossile Energieträger. Doch der Klimaschutz muss mit dem Schutz der Gesundheit in Einklang gebracht werden. Die Verfeuerung von Holz setzt über den Schornstein verschiedene Luftschadstoffe in die Außenluft frei. Rund 97 Prozent des Gesamtstaubs
aus Kaminen und Öfen besteht aus gesundheitsgefährdendem
Feinstaub. Die Gesamtmenge des Feinstaubs aus Kaminöfen und anderen Holzfeuerungsanlagen in Deutschland übersteigt mittlerweile
diejenige aus den Auspuffrohren aller Diesel-Pkw, Lkw und Motorräder.
Mit der
Novelle der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen verfolgt das Bundesumweltministerium das Ziel, die Vorteile der regenerativen Energie zu nutzen und gleichzeitig die Luftbelastung durch Feinstaub und
durch weitere Schadstoffe, die bei der Verbrennung entstehen, zu reduzieren. Die vorgeschlagenen strengeren Grenzwerte werden von modernen Feuerungsanlagen wie Pelletheizungen schon heute erreicht.
Was kann ich selbst tun?
- Ein neu eingebauter Kaminofen muss vom zuständigen Schornsteinfeger abgenommen werden
- Beim Kauf eines Kaminofens hinsichtlich der Größe (Wärmeleistung) auf den Wärmebedarf des Aufstellraumes achten. Hier hilft der Schornsteinfeger weiter.
- Beim Kauf eines Kaminofens auf die vom Hersteller angegebenen Schadstoffwerte achten und ein möglichst emissionsarmes Modell auswählen
- Besonders emissionsarm sind Pelletöfen und Pelletheizkessel, die den
Blauen Engel tragen: beim Verbrennen von Pellets (Holzpresslingen) entsteht weniger Feinstaub als beim Verbrennen von Scheitholz oder Kohle
- Nur die Brennstoffe verwenden, für die der Ofen eine Zulassung besitzt (siehe Betriebsanleitung). Andere Brennstoffe können zu höheren Schadstoffemissionen führen. Weder Papierbriketts, noch Paraffinbrennscheite oder gar Verpackungsabfälle dürfen in diesen Anlagen verbrannt werden.
- Weitere Tipps für Besitzer von Kaminöfen enthält der vom Umweltbundesamt herausgegebene Ratgeber
Heizen mit Holz
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