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Gesundheit · Chemikalien
Gesundheit und Umwelt
Kurzinfo
Kurzinfo Gesundheit und Umwelt
Umwelt ist alles, was uns umgibt. Sie ist belebt und unbelebt. Mit ihr befinden wir uns lebenslang in Wechselbeziehung. Die Umwelt ist unsere Lebensgrundlage, wir nutzen sie, beeinflussen und verändern sie und müssen uns ständig an sie anpassen. Auch alle anderen Menschen gehören in diesem Sinne zu unserer Umwelt. Sind die Menschen um uns herum gemeint, spricht man von sozialer Umwelt. Umwelt im Sinne der Umweltpolitik ist aber die "Umwelt ohne den Menschen" - wenn auch mit den vom Menschen darin verursachten Veränderungen.
"Jeder Mensch hat Anspruch auf eine Umwelt, die ein höchstmögliches Maß an Gesundheit und Wohlbefinden ermöglicht." So formulierten es europäische Staaten im Jahr 1989 in Frankfurt/Main anlässlich der 1. Europäischen Konferenz "Umwelt und Gesundheit" der WHO-Region Europa (WHO, englische Abkürzung für World Health Organization, Weltgesundheitsorganisation). Diesem Leitbild folgt die Bundesregierung in ihren Aktivitäten zum Schutz der Gesundheit vor schädlichen Umwelteinflüssen.
Die Umwelt wirkt unmittelbar auf den menschlichen Organismus ein. Die Luft, die wir atmen, die Lebensmittel, die wir essen, die Produkte, die wir verwenden, der Lärm, dem wir ausgesetzt sind und vieles mehr sind Umweltfaktoren, die unsere Gesundheit beeinflussen können. Sie wirken über die Atemwege, das Verdauungssystem, die Haut und die Sinnesorgane auf den menschlichen Organismus ein. Ob die Umwelt förderlich für unsere Gesundheit ist oder nicht, ist zum Beispiel davon abhängig, welchen Stoffen in welcher Menge wir ausgesetzt sind. Wir sprechen von Schadstoffen, wenn unsere Atemluft mit Dieselrußpartikeln, Stickstoffoxiden oder Ozon oder unsere Lebensmittel mit Dioxinen belastet sind. Wir sprechen von Lärm, wenn der Geräuschpegel um uns herum als zu laut empfunden wird. Eigene Verhaltensweisen können ebenso abträglich für die Gesundheit sein; zum Beispiel Rauchen, das nicht nur die eigene Gesundheit gefährdet, sondern die Luft in Wohnungen belastet und ein Risiko für passiv mitrauchende Personen, insbesondere Kinder darstellt. Ein neues Problemfeld scheint sich in Verbindung mit dem Klimawandel abzuzeichnen. Überschwemmungen, Hitzewellen und Krankheitserreger aus subtropischen und tropischen Gebieten könnten zu zusätzlichen negativen Umwelteinflüssen gehören. Das sind nur einige wenige Beispiele, in denen die Umwelt gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen kann.
Umweltschutz bedeutet, für die Gesundheit nachteilige Umwelteinflüsse zu reduzieren oder ihre Entstehung nach Möglichkeit zu verhindern. Umweltschutz bedeutet aber auch, Zusammenhänge zwischen Umwelt und Gesundheit so zu untersuchen und zu beobachten, damit bisher unbekannte Belastungsfaktoren erkannt werden können. Die
gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung ist hierbei ein wichtiges Instrument.
Bestimmte umweltbedingte Belastungen und gesundheitliche Störungen treten auch in Abhängigkeit vom Sozialstatus auf. Mit dieser Beobachtung und deren Lösung befasst sich das für Deutschland relativ neue Themenfeld
Umweltgerechtigkeit .
Wo bekomme ich weitere Informationen?
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Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit:
Bundesgesundheitsministerium und Bundesumweltministerium legten 1999 das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) vor. Seit 2004 ist auch das
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an dem Programm beteiligt. Auf den Internetseiten des APUG finden sich Informationen zum Themenbereich Umwelt und Gesundheit. -
Umweltbundesamt: Gesundheit und Umwelthygiene -
Umweltportal Deutschland, PortalU: Linksammlung, die vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz herausgegeben wird -
Bundesinstitut für Risikobewertung: Informationen zur gesundheitlichen Bewertung von Schadstoffen in Bedarfsgegenständen und Lebensmitteln -
Bundesamt für Strahlenschutz: Informationen zu natürlicher Radioaktivität, elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern -
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: Informationen zum Vorkommen von unerwünschten Stoffen in Lebensmitteln -
Robert Koch-Institut: Informationen über den Bundes-Gesundheitssurvey, Infektionskrankheiten -
Umwelt und Gesundheit in Deutschland. Beispiele aus dem täglichen Leben. Ausgabe 2005 (Broschüre, PDF-Dokument, 4700 KByte) -
Kinder, Kinder! Was hat die Umwelt mit der Gesundheit zu tun? (Broschüre, PDF-Dokument, 3600 KByte) -
Gesetze und Verordnungen aus dem Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums
(Foto: Getty Images) 