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Gesundheit und Umwelt
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Stand: 28. Januar 2009
Partikelemissionen aus Laserdruckgeräten - Aktueller Wissensstand
Vortrag von Dr. habil. Uwe Lahl vor dem Umweltausschuss des Deutschen Bundestages
Hintergrund: Emissionen aus Druckern und Kopierern
Beim Drucken und Kopieren werden leicht-, mittel- und schwerflüchtiger Verbindungen sowie Staubpartikel emittiert. Hinweise auf gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Toner kamen Anfang 2000 zuerst aus dem arbeitsmedizinischen Bereich. Die Betroffenen klagten vor allem über allergische Symptome: Die Nase lief, Augen und Rachen schmerzten.
Mitte 2005 hat das Bundesumweltministeriums (BMU) beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) eine Pilotstudie beauftragt, um den Zusammenhang zwischen Emissionen aus Laserdruckern und Kopierern und Gesundheitsbeeinträchtigungen bzw. Gesundheitsschäden aufzuklären. Die festgestellten, gesundheitlichen Beeinträchtigungen waren unspezifisch. Das Auftreten dieser Beeinträchtigungen schätzte das BfR 2008 als gering ein. Schwerwiegende Gesundheitsschäden sind nach den Daten, die dem BfR bisher vorliegen, von Ärzten nicht beobachtet worden. Davon ist auch nicht auszugehen, denn bei den ermittelten Feinstäuben handelte es sich überwiegend nicht um Tonerstaub. Daher sieht es das BMU als vordringlich an, Studien durchzuführen, die das Ziel verfolgen, die physikalische und chemische Identität der gemessenen Partikel aufzuklären. In Folge dessen haben der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. und das BMU 2008 mit der Bundesanstalt für Materialforschung und dem Umweltbundesamt diesbezügliche, aufeinander abgestimmte Vorhaben gestartet. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen Ende 2010 ausgewertet sein.
Unabhängig von den Ergebnissen weiterer Forschung können sich Verbraucher schon heute wirkungsvoll vor Emissionen von Laserdruckern, -kopierern und Multifunktionsgeräten schützen, wenn sie Geräte verwenden, die den "Blauen Engel" tragen. Um dieses Umweltzeichen zu erlangen, müssen Geräte Mindeststandards einhalten. Hohe und gesundheitlich bedenkliche Benzolgehalte, wie sie in einzelnen Studien beim Druck- und Kopiervorgang gemessen wurden, werden damit vermieden. Bis 2010 soll für den Blauen Engel ein international anerkanntes Prüfverfahren (Fortschreibung RAL.-ZU 122) vorliegen.
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