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Forschung · Förderung
Förderprogramme
Umweltinnovations-programm (Inland)
Stand: November 2009
Fördernehmer: HONSEL AG, Soest/Nordrhein-Westfalen
Vorhaben: Errichtung einer Beizanlage, die in Linie mit einer Wiederaufbereitungsanlage für Altlauge gekoppelt ist
Kurzbeschreibung
Ziel des geplanten Vorhabens ist es, den Energie- und Chemikalienbedarf des Löseprozesses drastisch zu senken. Dies soll erreicht werden durch den zeitlich versetzten Betrieb der zum Einsatz kommenden Beizbecken und die Einführung des modifizierten BAYER-Verfahrens zur Rückgewinnung der Natronlauge.
Indem mehrere Reaktoren zeitlich versetzt arbeiten, kann die Wärme zum Anfahren der Prozesse aus den bereits laufenden, deren überschüssige Wärme weggekühlt werden muss, entnommen werden. Als Wärmeträger fungiert ein Heißwasserkreislauf. Auf diese Weise wird der Gesamtprozess autotherm. Energie von außen wird künftig nur noch zum Aufheizen der Bäder nach Betriebsstillständen benötigt.
Die Wiederaufbereitungsanlage für die bisher zu entsorgende Natriumaluminatlauge beruht auf dem so genannten BAYER-Verfahren. Das von Carl Josef Bayer bereits vor 1900 entwickelte Verfahren wird in der Aluminiumproduktion genutzt, um Bauxit in reines, wasserfreies Aluminumhydroxid (Reinbauxit) zu überführen. Es kann grundsätzlich auch auf die im Löseprozess anfallende Aluminatlauge übertragen werden, muss dazu jedoch modifiziert werden. Dadurch können bis zu 90% der eingesetzten Natronlauge zurück gewonnen und dem Prozess wieder zugeführt werden.
Das innovative Konzept der zeitlich versetzt arbeitenden Beizbecken im Verbund mit dem vorgesehenen Wärmeaustausch ermöglicht die Einsparung von 60% der derzeit eingesetzten elektrischen Energie. Dadurch verringert sich der CO2-Ausstoß jährlich um 280 t.
Durch die Einführung des modifizierten BAYER-Verfahrens zur Regeneration der Aluminatlauge werden jährlich 475 t Natronlauge eingespart. Das geht einher mit der Verringerung des gefährlichen Abfalls sowie von Gefahrguttransporten sowohl für die Natronlauge als auch für die Aluminataltlauge. Das im BAYER-Verfahren anfallende Aluminiumhydroxid kann einer stofflichen Verwertung als Sekundärrohstoff in der Zement- und Tonindustrie zugeführt werden.
Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium mit rund 600.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm gefördert.
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