Fördernehmer: Ludwig Brücher GmbH & Co. KG

Vorhaben: Herstellung von Mehrweg-Paletten aus Papphülsen


Kurzbeschreibung:

Jeden Tag werden riesige Mengen Handelsgüter über Kontinente und Meere transportiert - meist handlich verpackt und auf Paletten gestapelt. Ob mit Schiff, Flugzeug, LKW oder Güterzug, die Waren gelangen mit großem Energieaufwand an ihren Bestimmungsort. Hierbei spielt das zu transportierende Gewicht eine entscheidende Rolle. Mit ihrem Vorhaben trägt die Ludwig Brücher GmbH aus Radevormwald (Nordrhein-Westfalen) zur Reduzierung des Transportgewichts und damit zum Klimaschutz bei. Sie beabsichtigt, Mehrwegpaletten aus gebrauchten Papphülsen herzustellen. Dabei werden die Hülsen zerschnitten und anschließend fest verklebt. Das Bundesumweltministerium stellt für dieses Vorhaben im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms knapp 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Bei gleicher Größe wiegt die neue Palette gerade einmal 10, die bislang übliche Holzpalette hingegen 25 Kilogramm. Durch das geringere Transportgewicht lassen sich der Treibstoffverbrauch beim Transport und zugleich der klimaschädliche CO2-Ausstoß senken. Die neue Palette erfüllt die Anforderungen an Stabilität und Belastbarkeit ebenso wie die Holzpalette. Hinzu kommt, dass die derzeit sehr begehrte Ressource Holz geschont wird. Da die neue Palette zu 100 Prozent aus Altpapier besteht und problemlos recyclingfähig ist, ist sie eine auch wirtschaftlich interessante und umweltfreundliche Alternative zur herkömmlichen Holzpalette.

Bislang stellt die 1919 gegründete Ludwig Brücher GmbH Wickelautomaten und Verpackungsmaschinen für Haushaltsfolien und andere wickelfähige Materialien sowie Etikettiermaschinen für Nass- und Selbstklebeetiketten her. Durch die Erweiterung des Sortiments um Papphülsen-Paletten und die Maschinen zu der Herstellung dieser Paletten werden in dem mittelständischen Unternehmen sechs neue Arbeitsplätze geschaffen.

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