Fördernehmer: Kerr-McGee Pigments GmbH, Krefeld/Nordrhein-Westfalen
Vorhaben: Errichtung einer Anlage zur Verwertung von Aufschlussrückständen aus der Titandioxidproduktion
Kurzbeschreibung
Die Kerr-McGee Pigments GmbH errichtet im nordrhein-westfälischen Krefeld eine Anlage zur Verwertung von Aufschlussrückständen, die bei der Produktion von Titandioxid nach dem Sulfatverfahren anfallen.
Die Titandioxidpigmente werden zu rd. 60 % im Farben- und Beschichtungsmarkt, zu ca. 24 % in der Plastik- und Gummiproduktion und zu ca. 12 % in der Papierindustrie eingesetzt.
Bei dem Sulfatverfahren werden die Rohstoffe mit Schwefelsäure aufgeschlossen. Dabei entstehen gelöste Titan- und Eisenverbindungen und ungelöste Feststoffrückstände. Die bisher entsorgten Feststoffrückstände enthalten jedoch noch 40 bis 60 % Titandioxid. Dies soll nun durch einen Nachaufschluss zu einem großen Teil zurückgewonnen werden.
Das geplante Vorhaben demonstriert, dass sich im Bereich der Titandioxidproduktion erhebliche Umweltentlastungen erzielen lassen. Durch die Rückgewinnung des Titandioxids aus den Rückständen werden die zu deponierenden Abfallmengen reduziert und es wird weniger frisches Erz benötigt. Damit werden Ressourcen geschont und außerdem die Maßnahme auch wirtschaftlich attraktiv.
Durch die Umsetzung der geplanten Maßnahmen können zusätzlich rd. 5.000 t Titandioxid pro Jahr gewonnen und das zu deponierende Material um rd. 6.000 t verringert werden. Das geht mit einer Energieeinsparung von 13.700 MWh und einer CO2-Minderung um 5.600 t/a einher.
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