Projekt abgeschlossen
Fördernehmer: ALUMINAL Oberflächentechnik GmbH
Vorhaben: Errichtung und Betrieb einer Beschichtungsanlage auf Basis elektrolytischer Aluminiumabscheidung auf Massenware (Schüttgut)
Kurzbeschreibung
Die ALUMINAL Oberflächentechnik GmbH beabsichtigt die Errichtung und den Betrieb einer großtechnischen Anlage zur elektrochemischen (galvanischen) Beschichtung von Schüttgütern mit Aluminium. Beschichtet werden sollen Verbindungselemente aus Stahl, wie z. B. Schrauben, Muttern, Stifte, Klips und Federringe, die vorwiegend im Automobilbau zum Einsatz kommen.
Klassische wässrige Beschichtungsverfahren, z. B. mittels Zink, Kupfer, Nickel und Chrom, ergeben meistens schwermetallbelastete Abwässer und verunreinigte Abluft oder daraus mit erheblich technischem Aufwand gewonnene Konzentrate und Feststoffe, die deponiert werden müssen. Im
Gegensatz zur klassischen Galvanik ist das Aluminiumbeschichtungsverfahren der ALUMINAL Oberflächentechnik GmbH vollkommen emissionsfrei, da die Beschichtungsanlage aus produktionstechnischen Gründen vollkommen gekapselt ist und unter Inertgas (Stickstoff) betrieben wird. Abwasser tritt
nicht auf, da im gesamten Prozess kein Wasser eingesetzt wird. Abfall entsteht ebenfalls nicht, da der zum Einsatz kommende Elektrolyt durch Spülen mit Lösemittel vollständig vom Werkstück entfernt wird, bevor es die Anlage verlässt. Lösemittel und Elektrolyt werden
durch interne Destillation jeweils wieder regeneriert. Damit sind bei der Aluminiumabscheidung weder Abfall, noch Abwasser, noch Emissionen in die Luft zu erwarten.
Die weitergehende Umweltentlastung ist jedoch durch die beschichteten Produkte selbst zu erwarten. Mit der Werkstoffkombination Stahl/Aluminium können toxische Metalle wie Zink, Cadmium und Nickel bei gleichzeitig besserem Korrosionsschutz ersetzt werden.
Der elektrochemische Auftrag dünner Aluminiumschichten auf Stahloberflächen konnte technisch bisher nur bei kontinuierlichen Verfahren wie der Draht- und Bandbeschichtung sowie bei Gestellware durchgeführt werden. Mit der Aluminiumbeschichtung von Kleinteilen wird technisches Neuland betreten. Vor allem in der Autoindustrie sieht man in den Verbindungselementen aus galvanisch aluminiertem Stahl die optimale Materialkombination für den zukünftigen Fahrzeugbau, der insbesondere auf Gewichtseinsparung ausgelegt ist.
Das Ziel, mit einer neuen Werkstoffkombination Stahl/Aluminium nicht nur bisher verwendete toxische Metalle zu ersetzen, sondern darüber hinaus bessere Korrosionsschutzeigenschaften zu erzielen, sollte beispielhaft für andere Galvanikunternehmen und Werkstoffentwicklungen sein.
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