Fördernehmer: Wohnungseigentümergenossenschaften nach lettischem Recht, nicht in Genossenschaften organisierte private Wohnungseigentümer und Kommunen
Vorhaben: Initiative energetische Wohnungssanierung
Kurzbeschreibung
Das o.g. Vorhaben geht auf ein bereits im Oktober 2001 erfolgreich abgeschlossenes Pilotprojekt des Landes Berlin "Ozolciema iela 46/3" im Rigaer Stadtbezirk Zemgale zurück. Im Ergebnis der Umsetzung dieses Projektes war der Heizenergiebedarf durch Energiesparmaßnahmen (Gebäudeisolierung, Einbau neuer Fenster usw.) um etwa 55 % gesenkt worden.
Förderfähig bei dem neuen Projekt "Initiative energetische Wohnungssanierung" sind energiesparende Maßnahmen zur komplexen energetischen Sanierung von bestehenden und bewohnten Wohngebäuden in Lettland. Die geförderten Maßnahmen werden für ganze Wohngebäude nach einem einheitlichen Konzept durchgeführt und kommen allen Wohnungen des Wohngebäudes zugute. Gemäß den im Förderrahmenvertrag vereinbarten Bedingungen sind dies energiesparende Maßnahmen im Bereich der Raumheizung für mehrgeschossige Wohngebäude. Hierzu gehören z. B. ein Vollwärmeschutz der gesamten Gebäudehülle und die Modernisierung der Heizungsanlage zur individuellen Regulierung mit individueller Wohnungsverbrauchserfassung. Bei der Wahl der zu fördernden Maßnahmen sind bereits durchgeführte Sanierungsmaßnahmen angemessen zu berücksichtigen. Mit gefördert werden die Renovierung der Treppenhäuser sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes gemäß den im Förderrahmenvertrag festgelegten Bedingungen. Sonstige erforderliche Sanierungsmaßnahmen am Wohngebäude werden nicht gefördert.
Der besondere Demonstrationscharakter des neuen Projekts liegt in der für den Umweltschutz in Lettland wegweisenden Finanzierungskonstruktion und der daraus finanzierten Vergabe von Einzelkrediten für Plattenbau-Wohngebäude in verschiedenen Städten Lettlands begründet. Vom Gelingen dieses Modells ist ein großer Schritt in Richtung zu einem eigenen lettischen kreditgestützten Wohnungssanierungsprogramm, dass später sogar Bestandteil eines lettischen Klimaschutzprogramms werden könnte, zu erwarten. Da in den MOE/GUS-Ländern derzeit etwa noch 43 Mio. Wohneinheiten in Plattenbauweise existieren, deren energetische Sanierung weitestgehend noch aussteht, könnte das BMU-Pilotprojekt nach erfolgreicher Umsetzung auch für andere Länder beispielhaft sein.
Die Förderung des Projekts erfolgt durch Zins- und Investitionskostenzuschüsse des BMU in Höhe von bis zu 1,983 Mio. € zu einem zweckgebundenen Darlehen der KfW (5 Mio. €), die das Projekt als Mandatar des BMU auch fachlich und administrativ abwickeln wird.
Seine Laufzeit ist bis Ende 2005 verlängert worden.
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