Fördernehmer: Severoceská vodárenská spolecnost a.s. (SVS) , Teplice
Vorhaben: Sanierung und Ertüchtigung der Abwasserbehandlungsanlagen Most-Chanov und Teplice/Bystrany
Kurzbeschreibung:
Mit diesem deutsch-tschechischen Umweltschutzpilotprojekt, das vor allem zur weiteren Entlastung der Elbe führen wird, sollte auch dazu beigetragen werden, einen für die Bevölkerung sichtbaren und spürbaren nachhaltigen Umweltschutz in der Region durchzusetzen.
An beiden ursprünglichen Abwasserbehandlungsanlagen, Most-Chánov und Teplice-Bystrany, die über eine Anschlussleistung von zusammen rund 180.000 Einwohnerwerten verfügten, hatte der Zahn der Zeit ganz erheblich seine Spuren hinterlassen. Die vorhandene Technik war veraltet und
äußerst reparaturanfällig, zum Teil musste mit improvisierten Behelfslösungen gearbeitet werden. Mit den alten Anlagen konnte eine ordnungsgemäße Abwasserbehandlung nicht mehr gewährleistet werden. Die ursprüngliche Reinigungsleistung war deshalb noch weit
von den entsprechenden EU-Standards entfernt.
Beide Kläranlagen waren so konstruiert, dass eine einstufige Abwasserreinigung zur Elimination der organischen Kohlenstoffverbindungen erreicht wurde. Im Rahmen der Ertüchtigung sollten beide Anlagen ausgebaut werden, um eine gezielte Stickstoff- und Phosphorelimination zu
ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden bei beiden Anlagen die Volumen der Belebungsbecken vergrößert, was bei der Kläranlage Most durch den Umbau der alten Nachklärbecken geschah. Zur Nachreinigung wurden auf der Kläranlage Most zwei neue Nachklärbecken
gebaut. Die gesamten Anlagen zur Belüftung und Durchmischung sowie die Prozesstechnik für eine gezielte Nitrifikation, Denitrifikation und Phosphorelimination wurden neu errichtet. Bei der Kläranlage Teplice wurde ein neues Belebungsbecken installiert. Um die Nachklärung dem
Stand der Technik anzupassen, wurde ein drittes Nachklärbecken gebaut. Neben den im Rahmen der Ertüchtigung zu errichtenden Neubauten wurden sämtliche Einrichtungen, von der mechanischen Reinigung über die Messung der einzelnen Betriebsparameter bis zur Steuerung, erneuert. Zu
diesen neuen Aggregaten gehören auch die Belüftungseinrichtungen sowie Einrichtungen zur Überschussschlammeindickung und gezielten biologischen Phosphorelimination.
Die fachgerechte Bedienung der Anlagen ist eine Grundvoraussetzung für deren dauerhaften, zuverlässigen Betrieb und die Einhaltung der festgelegten Ablaufwerte. Daher wurde die Betriebsmannschaft in einem parallel zu den Bauarbeiten durchgeführten Fortbildungs- und Austauschprogramm, das zum Teil auch in Deutschland stattfand, umfassend auf die zukünftigen Anforderungen vorbereitet.
Der Probebetrieb der Anlagen wurde im Dezember 2004 beendet.
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