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Stand: Juli 2011


Wärme, die allen gut tut

Der Klimaschutz ist eine der größten Herausforderungen dieses Jahrhunderts. Die Frage, wie wir Wärme für unsere Wohnungen erzeugen, spielt dabei eine sehr große Rolle. Erneuerbare Energien wie Erd- und Sonnenwärme bieten hier ein enormes Potenzial. Technologisch ist Deutschland auf diesem Gebiet führend. Durch das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz wird diese Position gestärkt.

Das Ziel ist, die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien von 8,8 Prozent 2009 auf 14 Prozent bis 2020 zu steigern. Damit leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen. Und gleichzeitig wird der Wirtschaftsstandort Deutschland gefördert: Energie- und Umwelttechnik sind Schlüsseltechnologien der Zukunft und sorgen für langfristig sichere Arbeitsplätze.

Förderung von Wärme aus erneuerbaren Energien

Mit finanziellen Anreizen macht es die Bundesregierung den Eigentümern leichter, in die Wärmeversorgung mit erneuerbaren Energien einzusteigen. Dafür steht ein umfassendes Förderprogramm mit einer ganzen Reihe von Fördermöglichkeiten bereit. Es bewährt sich bereits seit über einem Jahrzehnt. Seit dem Programmbeginn 1999 bis einschließlich 2010 wurden Fördermittel von über 2 Milliarden Euro ausbezahlt. Gefördert wird grundsätzlich jeder, der die Förderkriterien des Marktanreizprogramms erfüllt. Seit Juli 2010 sind jedoch Vorhaben im Neubau nicht mehr förderfähig. Die aktuellen Konditionen finden Sie im Bereich Marktanreizprogramm.

Solarwärme

Solarenergie wird bereits vielfältig genutzt. Mit Hilfe von Sonnenkollektoren lässt sich die Strahlungsenergie der Sonne in Wärme umwandeln. Die gewonnene Wärme wird zu einem Speicher geführt und dort bis zur Nutzung aufbewahrt. Bei Bedarf gibt der Speicher die Wärme an das Trinkwassersystem ab. Größere Anlagen sind sogar in der Lage, gleichzeitig Raumwärme zu erzeugen.

Schon 10 Quadratmeter Solarkollektorfläche können wesentlich zur Wärmeversorgung eines Vier-Personen-Haushalts beitragen. Damit spart man Heizkosten und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz.

Biomasse-Heizung

Die bekannteste Form der Biomasse-Heizung ist das Verbrennen von Holz. Heute verwendet man neben den klassischen Holzscheiten vermehrt Hackschnitzel oder Holzpellets. Pellets bestehen aus Holzspänen oder zerkleinertem Restholz, das zusammengepresst wurde. Sie verbrennen in modernen Kesseln vollautomatisch, ähnlich komfortabel wie man es von einer Öl- oder Gasheizung gewohnt ist. Biomasse verbrennt annähernd CO2-neutral, denn es wird dabei nur so viel CO2 freigesetzt, wie die Pflanze in der Wachstumsphase gebunden hat.

Ein moderner Holzpelletkessel mit Wasserspeicher kann den Wärmebedarf eines Vier-Personen-Haushalts decken und macht unabhängig von Öl oder Erdgas. Das spart Heizkosten und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz.

Erd- und Umweltwärme

Umweltwärme ist die Wärme, die in unserer Umgebung vorhanden ist. Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung diese Wärme und gibt sie an das Heizungssystem ab. Das Prinzip kennt man vom Kühlschrank, der seinem Kühlfach Wärme entzieht und sie an seiner Rückseite fühlbar wieder abgibt. Erdwärme gewinnt man mit Hilfe von eingegrabenen Tiefen- oder Flächensonden. Man nutzt dabei aus, dass die Temperatur unter der Erde meist ein paar Grad höher ist als in der Luft. Die gewonnene Wärme wird von einer Wärmepumpe auf ein zum Heizen nutzbares Temperaturniveau gebracht.

So sparen Sie Heizkosten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.