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Stand: September 2006


Der Prozess des Energiegipfels und seine Teilnehmer

In welche Richtung wir unsere Energiepolitik lenken, gehört zu den Schlüsselfragen des 21. Jahrhunderts. Die steigenden Energie- und Strompreise und der Konflikt um Gaslieferungen aus Russland haben uns vor Augen geführt: Deutschland ist abhängig von Energieimporten, die weltweite Nachfrage nach Energie wächst, Öl, Gas und Kohle werden knapper. Das zeigt vor allem: Wir brauchen eine zukunftsfähige Energiepolitik. Sie ist auch deshalb notwendig, um den Klimawandel und seine drastischen Folgen für Mensch und Natur einzudämmen. Denn der wachsende weltweite Verbrauch von Öl, Gas und Kohle führt zu vermehrtem Ausstoß von Treibhausgasen. Deshalb müssen Versorgungssicherheit, tragbare Energiekosten und Wettbewerbsfähigkeit sowie wirksamern Klimaschutz in einem energiepolitischen Gesamtkonzept gemeinsam gedacht und verwirklicht werden.

Zur Vorbereitung des ersten Energiegipfels am 3. April 2006 wurde der Statusbericht "Energieversorgung für Deutschland" gemeinsam vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie erarbeitet. Der Statusbericht erhält eine Vielzahl von Informationen über den Stand und die Perspektiven der Energieversorgung in Deutschland, die mehr und mehr in die europäischen und weltweiten Energieversorgungssysteme eingebunden ist.

Am Ende des Statusberichts werden Schlussfolgerungen formuliert, die als "Herausforderungen der Energiepolitik" überschrieben sind. In diesem Zusammenhang sind laut Statusbericht Fragen zur Versorgungssicherheit, der Modernisierung der Stromversorgung, Energie- und Strompreisen, dem Klimaschutz, Innovation und Technologie und die Europäische und Internationale Zusammenarbeit zu beantworten.

Die Bundesregierung will ihr Energiekonzept in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2007 vorlegen. Wichtige Bausteine sollen in den nächsten Monaten von der Bundesregierung gemeinsam mit den Teilnehmern des Energiegipfels und weiteren Experten erarbeitet werden. Vereinbart ist ein weiteres Treffen im Herbst 2006. Bis dahin sollen in drei Arbeitsgruppen insbesondere die o.g. Fragen der Energiepolitik diskutiert werden. Die Arbeitsgruppen sind dabei Thematisch wie folgt aufgeteilt:

  • Arbeitsgruppe 1: Internationale Aspekte der Energiepolitik
  • Arbeitsgruppe 2: Nationale Aspekte der Energiepolitik
  • Arbeitsgruppe 3: Forschung und Effizienz

Die Arbeitsgruppen sollen bis zum September 2006 und damit vor dem zweiten Spitzentreffen ihre Schlussfolgerungen und Empfehlungen abgeben.

Teilnehmer am energiepolitischen Spitzengespräch im Bundeskanzleramt am 3.4.2006

  • Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
  • Bundesminister Dr. Thomas de Maizière
  • Bundesminister Michael Glos
  • Bundesminister Sigmar Gabriel
  • Bundesministerin Dr. Annette Schavan
  • Für BM Steinmeier: Staatssekretär Reinhard Silberberg, Auswärtiges Amt
Herr Frank Asbeck, Vorsitzender des Vorstandes der SolarWorld AG Herr Dr. Wulf H. Bernotat, Vorsitzender des Vorstandes der E.ON Aktiengesellschaft
Herr Wilhelm Bonse-Geuking, BP Group Vice President Europe Herr Prof. Dr. Utz Claassen, Vorsitzender des Vorstandes der EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Herr Dr. Jürgen Hambrecht, Vorsitzender des Vorstandes der BASF AG Herr Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung
Herr Dr.-Ing. Klaus-Ewald Holst, Vorsitzender des Vorstandes der VNG - Verbundnetz Gas AG Herr Stephan Kohler, Geschäftsführer Deutsche Energie-Agentur GmbH
Frau Prof. Dr. Edda Müller, Vorsitzende der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. Herr Dr. Klaus Rauscher, Vorsitzender des Vorstandes der Vattenfall Europe AG
Herr Harry Roels, Vorsitzender des Vorstandes der RWE AG Herr Heinz-Peter Schlüter, Vorsitzender des Vorstandes der TRIMET Aluminium AG
Herr Ulrich Schmack, Vorstand der Schmack Biogas AG Herr Hubertus Schmoldt, Vorsitzender des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE
Herr Prof. Dr.-Ing. Ekkehard Schulz, Vorsitzender des Vorstandes der ThyssenKrupp AG Herr Prof. Klaus Töpfer, Executive Director of the United Nations Environment Programme (UNEP)
Herr Prof. Dr. Joachim Treusch, Vorsitzender des Vorstandes der Forschungszentrum Jülich GmbH Herr Dr. Martin Viessmann, Vorsitzender Geschäftsführer der Viessmann Werke GmbH & Co KG
Herr Gerhard Widder, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Vorsitzender des Aufsichtsrats der MVV Energie AG Herr Aloys Wobben, Geschäftsführer der ENERCON GmbH
Herr Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstandes der DaimlerChrysler AG -