Stand: Januar 2009
Kurzinfo Energieeffizienz
Energie wird eingesetzt, um eine Energiedienstleistung zu bekommen, etwa eine warme Wohnung im Winter oder ein helles Stadion bei Nacht. Dieselbe Energiedienstleistung kann oft mit unterschiedlich großem Energieeinsatz zur Verfügung gestellt werden. Die Energieeffizienz ist umso höher, je geringer die Energieverluste bei der Gewinnung, Umwandlung, Verteilung und Nutzung von Energie(trägern) für die jeweilige Energiedienstleistung sind.
Die Energieeffizienz für die Energieerzeugung lässt sich zum Beispiel durch Kraftwerke mit höherem Wirkungsgrad oder die gekoppelte Erzeugung von Elektrizität und Wärme und gegebenenfalls Kälte erhöhen. Hierbei wird bei gleichem Einsatz von Brennstoffen (Energieträgern) wie Kohle, Gas und Öl mehr Energie erzeugt.
Die erzeugte Endenergie lässt sich auch deutlich effizienter verwenden: beispielsweise durch energieeffizientere Geräte, Vermeidung von Leerlaufverlusten, den Einsatz von Energiesparlampen, verbesserte Wärmedämmung, effizientere Heizungsanlagentechnik und den Einsatz drehzahlgeregelter Umwälzpumpen. Nach Studien der Europäischen Kommission kann ein durchschnittlicher Haushalt zwischen 200 und 1.000 Euro pro Jahr sparen, wenn effizienter mit Energie umgegangen wird.
Warum mehr Energieeffizienz?
Weltweit steigt die Nachfrage nach Energie. Die Lage an den Energiemärkten spitzt sich zu, und die Energiepreise steigen massiv an. Unsicherheiten in vielen Förder- und Transitländern geben Anlass zur Besorgnis. Die zunehmende Verbrennung fossiler Energieträger beschleunigt den Klimawandel.
Die Steigerung der Energieeffizienz wirkt dagegen dämpfend auf die Energiepreise, senkt die Abhängigkeit von Energieimporten, mindert den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2), erhöht die Versorgungssicherheit und wirkt Energieverteilungskonflikten entgegen. Demgegenüber ist die Ausweitung des Energieangebots teurer und langwierig.
Die Volkswirtschaften werden Energie zunehmend effizienter nutzen. Die Bundesregierung hat deshalb die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen für eine effizientere Nutzung von Energie gesetzt. Seit Anfang 2006 wurde daher auch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm deutlich ausgebaut – in Form von zinsverbilligten Krediten und Zuschüssen sowie von steuerlichen Vergünstigungen standen im Zeitraum 2006 bis 2008 jährlich rund 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Das war das Vierfache der in den Vorjahren bereitgestellten Mittel. Mit dem 1. Konjunkturprogramm der Bundesregierung vom November 2008 wurde eine Aufstockung um weitere 3 Milliarden Euro für 2009 bis 2011 beschlossen.
Die Bundesregierung strebt zudem an, die Energieproduktivität bis 2020 gegenüber 1990 zu verdoppeln – ein ehrgeiziges Ziel. Dazu muss eine erhöhte Energieeffizienz über die gesamte Energiekette den entscheidenden Beitrag leisten – von der Erkundung, Gewinnung, Förderung und dem Transport von fossilen Energieträgern über die Erzeugung (Umwandlung) und Verteilung von Energie bis hin zur Nutzung von Wärme und Strom.
Das Integrierte Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung
Mit dem
Integrierten Energie- und Klimaprogramm hatte das Bundeskabinett im August 2007 in Meseberg Eckpunkte für ein umfassendes Maßnahmen-Paket zum Klimaschutz beschlossen. Das Bundeskabinett hatte die Umsetzung dieser Eckpunkte mit den Klimapaketen vom Dezember 2007 und Juni 2008 auf den Weg gebracht.
Wesentliche CO2-Minderungsbeiträge bringen der Ausbau der erneuerbaren Energien im Strombereich sowie die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudesektor und beim Stromverbrauch.
(Grafik: BMU) 
