Weltwasserwoche 2007 diskutiert und definiert weitere Handlungsoptionen
Am 15. August 2007 fand im Rahmen der diesjährigen Weltwasserwoche in Stockholm der vom Bundesumweltministerium in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, Programmen der Vereinten Nationen und weiteren Institutionen zum ersten Mal in diesem Rahmen organisierte "Wasser- und Klimatag 2007" statt. Es diskutierten mehr als 150 Experten Strategien zur Anpassung, die helfen sollen, die Auswirkungen der auftretenden und sich voraussichtlich verstärkenden Klimafolgen im Wassersektor weltweit zu mindern.
Die wissenschaftlichen Hinweise sind eindeutig: Klimawandel findet statt und hat Auswirkungen auf die Prozesse des Wasserkreislaufs weltweit in allen Regionen mit möglicherweise verhängnisvollen Effekten. Auch wenn noch eine Anzahl von Ungewissheiten in Szenarien, Modellsimulationen und diversen Projektionen besteht, so herrscht bei Wissenschaftlern und Politikern Übereinstimmung, dass das Klima sich verändert und große Änderungen im Wasserhaushalt zu erwarten sind. Dass, so weit wie möglich, Maßnahmen umgesetzt werden müssen, um die Ursachen des vom Menschen gemachten Klimawandels zu vermeiden, steht außer Frage. Zusätzlich müssen jedoch auch Möglichkeiten der Anpassung auf bestimmte nicht mehr abzuwendende Veränderungen auf den Wasserhaushalt, die Wasserwirtschaft sowie besonders stark wasserabhängige Wirtschaftsbereiche (z. B. Landwirtschaft, Energieerzeugung, Binnenschifffahrt und Tourismus) entwickelt werden. Das Bundesumweltministerium hat deshalb im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft gemeinsam mit der Europäischen Kommission im Februar 2007 ein dreitägiges Symposium mit dem Titel "Time to Adapt!" durchgeführt, das sich schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen auf besonders wasserabhängige Sektoren (vor allem Wasserver- und entsorgung) befasst hat. Wichtigste Ergebnisse waren dabei die Ausarbeitung von Vorschlägen zur Entwicklung von Anpassungsstrategien, die in verschiedene nationale und regionale Prozesse einfließen. Diese Ergebnisse wurden in Stockholm zusammen mit den Teilnehmern diskutiert und weiter entwickelt. Dadurch wurde dazu beigetragen, das weltweite Bewusstsein für die Risiken zu stärken und gleichzeitig mögliche Anpassungsstrategien aufzuzeigen.
Die Weltwasserwoche in Stockholm hat zu folgenden Ergebnissen geführt: