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Stand: 01.03.2012

Philippinen: Die Nutzung der Windkraft in Bangui Bay

Projektinformationen

Projektart: CDM Small Scale

Projektpartner:
Philippinen: NorthWind Power Development Corporation
Deutschland: RWE Power AG

Kategorie: Erneuerbare Energien

Projektstandort: Bangui Bay, Ilocos Norte, Philippinen

Projektlaufzeit:
01.05.2005 – 30.4.2012 (verlängerbar)
01.06.2003 – 31.05.2010

Erwartete Emissionsminderung:
56.788 tCO2e/Jahr

Projektstatus: registriert, in Umsetzung

Projektaktivität

Durch ihre exponierte Lage zwischen dem südchinesischen Meer und dem Philippinen-Becken ist die Nordküste der philippinischen Hauptinsel Luzon mit hohen Windgeschwindigkeiten gesegnet. Das "NorthWind Bangui Bay Project" nutzt diese günstigen Bedingungen zur emissionsfreien Stromerzeugung durch Windkraft. Nach Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfungen und der Zertifizierung durch die philippinische Regierung wurde auf einem ca. 9 km langen und 100 Meter breiten Küstenstreifen der erste Windpark der Philippinen errichtet. Die von insgesamt 20 Windrädern erzeugte Energie wird über eine 50 km lange Überlandleitung transportiert und in das lokale Stromnetz eingespeist. Die verwendeten Windturbinen haben jeweils eine Leistung von 1650 kW und entsprechen dem neuesten Stand der Technik. Das Projekt wird von sieben europäischen Ländern, Kanada und Japan gemeinsam mit dem philippinischen Unternehmen NorthWind Power Development Corporation durchgeführt. Die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) dient als Treuhänder des beteiligten Prototype Carbon Fund der Weltbank.

Derzeitige Situation und zu erwartende Emissionsminderung

Um die Emissionseinsparungen des Projekts zu ermitteln, müssen zunächst jene Emissionen berechnet werden, die bei der Herstellung des im Windpark erzeugten Stroms durch herkömmliche Methoden anfielen. Hierfür wurde die bisherige CO2-Intensität des philippinischen Stromnetzes herangezogen, welche aufgrund des hohen Anteils fossiler Energien vergleichsweise hoch ist. Würde die für den Windpark zu erwartende Strommenge durch konventionelle Kraftwerke gedeckt, fielen jährlich Emissionen in Höhe von 56,788 tCO2e an. Da die Stromerzeugung durch Windenergie keine Emissionen verursacht, kann diese gesamte Menge an Emissionen eingespart werden. In sieben Jahren der ersten Laufzeit werden somit insgesamt Einsparungen von knapp 400.000 tCO2e erwartet. Die Laufzeit soll zweimal verlängert werden, was eine Betriebsdauer von 21 Jahren und Emissionsminderungen von insgesamt 1,19 Mio. t CO2e ergibt.

Ob die für CDM-Projekte erwarteten Emissionsminderungen auch tatsächlich erzielt werden, muss durch Überwachung zentraler Faktoren über die gesamte Projektlaufzeit hinweg sichergestellt werden. Hierfür wird die Menge des in das regionale und überregionale Stromnetz eingespeisten Stroms elektronisch erfasst und monatlich zusammengetragen. Um die Nachhaltigkeit des Projekts sicherzustellen, werden zudem die sozio-ökologischen Folgen für die Region und ihre Bewohner überwacht.

Überprüfung der Emissionsminderungen

Die Menge des in das nationale Netz eingespeisten Stroms wird während der gesamten Projektlaufzeit gemessen. Unter Berücksichtigung der CO2-Intensität des nationalen Stromnetzes können somit die tatsächlich erzielten Emissionsreduktionen ermittelt werden.

Stand der Projektumsetzung

Die Arbeiten der ersten Bauphase begannen im Mai 2004 und konnten mit Inbetriebnahme der ersten 15 Windkraftanlagen nach einem Jahr abgeschlossen werden. Im August 2008 wurde die Installation der übrigen fünf Anlagen fertiggestellt, so dass die gesamte Windfarm ihre Gesamtleistung von 33 MW erreichte. Nach Annahme der ersten beiden Prüfberichte durch den CDM-Exekutivrat konnten für den Zeitraum Mai 2005 bis Aug. 2007 64.564 Emissionszertifikate ausgeschüttet werden. Laut dem jüngsten Prüfbericht wurde in der Zeit von August 2008 bis März 2010 insgesamt 68,257 tCO2e durch die Windkraftanlage eingespart. Damit fielen die Emissionsminderungen geringer aus als erwartet (89.914 tCO2e), was auch durch technische Probleme an einzelnen Turbinen sowie durch Blitzschlag an einer Anlage bedingt ist.

RWE Power ist an diesem Projekt über den Prototype Carbon Fund mit einem Anteil i.H.v. 2,78 % beteiligt. Dieser Fonds, welcher Emissionsminderungsprojekte durchführt, wurde 1999 von der Weltbank entwickelt. Die Finanzierung erfolgt durch 17 privatwirtschaftliche Unternehmen sowie 6 nationale Regierungen. Nach der Realisierung der Projekte werden die erwirtschafteten Zertifikate anteilsmäßig auf die Investoren verteilt.

Kontaktinformationen:

Bodo Einicke
RWE Power Aktiengesellschaft
Huyssenallee 2
45128 Essen
Tel.: 0201 12-28 195

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