Stand: 01.09.2012

Fragen und Antworten zu E10

  1. Was ist E10?

    E10 bezeichnet Benzin, das gegenüber dem bisherigen Benzin einen höheren Anteil an Ethanol enthält. "E" steht für Ethanol, die Zahl "10" gibt an, dass das Benzin bis zu 10 % Ethanol enthalten kann. Bisher betrug der Ethanolanteil im Benzin bis zu 5 %. Bei dem im Benzin enthaltenen Ethanol handelt es sich um den Biokraftstoff Bioethanol. Dieser Biokraftstoff wird aus Pflanzen gewonnen, die umweltverträglich angebaut werden.
  2. Warum gibt es E10?

    Biokraftstoffe wie das im E10 enthaltene Bioethanol spielen eine wichtige Rolle beim Klimaschutz und bei der Energieversorgung. Indem wir Biokraftstoffe verwenden, sinkt unsere Abhängigkeit vom immer knapper werdenden Erdöl, das oftmals aus politisch instabilen Ländern importiert wird. Ein Großteil der benötigten Rohstoffe für Bioethanol dagegen wächst in Deutschland oder Europa. Daher hat die EU beschlossen, den Anteil an Biokraftstoffen im Verkehrsbereich zu erhöhen. Deutschland erfüllt mit der Einführung von E10 die Vorgaben der europäischen Richtlinie über die Kraftstoffqualität (PDF-Dokument, extern, 160 KByte)
  3. Woran erkennt man E10?

    E10 wird an Zapfsäulen deutlich gekennzeichnet: Dort steht der Name der Benzinsorte mit dem Namenszusatz "E10" - also beispielsweise "Super E10". Beim herkömmlichen Benzin mit bis zu 5% Bioethanol steht an den Zapfsäulen wie bisher nur der Name der Benzinsorte - also beispielsweise "Super".
  4. Für welche Personenkraftwagen ist E10 geeignet?

    Etwa 90 Prozent aller benzinbetriebenen Pkw können E10 tanken. Neufahrzeuge sind in der Regel E10-tauglich. Für diese Fahrzeuge ist E10 ohne jede Einschränkung verträglich. Fahrerinnen und Fahrer benzinbetriebener Fahrzeuge sollten sich, bevor sie das erste Mal E10 tanken, vergewissern, dass Ihr Fahrzeug den Kraftstoff verträgt. Alle nicht nachgewiesen E10-verträglichen Fahrzeuge sollten ausschließlich die bisherigen Benzinsorten tanken, die die Tankstellen auch weiterhin anbieten.
  5. Welche Erfahrungen wurden in anderen Ländern mit E10 gemacht?

    Die Automobilindustrie verfügt über weitreichende Erfahrung mit E10 Kraftstoff. Ottokraftstoff mit einem Bioethanolanteil von 10 % kann derzeit beispielsweise in den USA, Frankreich, Finnland, Australien, China, und Thailand genutzt werden. Sowohl die deutsche Automobilindustrie als auch die Importeure verfügen auf internationalen Märkten somit über eine langjährige Erfahrung mit ethanolhaltigem Kraftstoff. Der VDA unterstrich dies im Rahmen des Benzingipfels und in einer Erklärung ihrer Entwicklungsvorstände. Die USA hat im vergangenen Winter sogar E15 freigegeben. In Brasilien werden sogar Kraftstoffe mit weitaus höheren Bioethanolanteilen genutzt, in der Regel E20 bis E25 bis hin zu E100. Negative Erfahrungen, die auf den Kraftstoff E10 zurückzuführen sind, sind derzeit nicht bekannt.
  6. Wer haftet, sollte der Motor meines Autos dennoch Schaden nehmen?

    Auf dem Benzin Gipfel wurde die Aussage von der Automobilindustrie nochmals unterstrichen: "Die Fahrzeughersteller und -importeure erklären, dass die Aussagen in der Verträglichkeitsliste zu E10 verbindlich sind." Mit dieser Erklärung kommt der Wille der Fahrzeughersteller zum Ausdruck, für Schäden einzustehen, die wider Erwarten - trotz Erklärung der E10-Verträglichkeit - durch E10-Kraftstoff an Fahrzeugen entstehen. Die Erklärung hat den Zweck, Zweifel an der rechtlichen Belastbarkeit der Fahrzeuglisten auszuschließen.
  7. Was sagt die Automobilindustrie über die Haltbarkeit der Motoren bei E10 Gebrauch?

    Der VDIK bestätigte in einer Pressemeldung zum Benzingipfel ebenfalls, seine Mitglieder "haben […] bereits sehr frühzeitig eine intensive und verantwortungsbewusst durchgeführte Prüfung der E10 Verträglichkeit ihrer Fahrzeuge vorgenommen.". Der VDA erklärte in einer Pressemeldung zum selben Anlass auch nochmals, dass "die Verträglichkeit der Bestandsfahrzeuge mit dem neuen Kraftstoff geprüft und diese Untersuchung technisch fundiert durchgeführt" worden sei, und "es hinsichtlich der Schadstoffemissionen und der Langlebigkeit der Motoren keine Bedenken" gäbe.
  8. Wie erfahre ich zuverlässig, ob mein Auto/Motorrad E10 verträgt?

    Die einzelnen Fahrzeughersteller geben Auskunft, ob Ihre Personenwagen bzw. Krafträder E10 vertragen. Auch Fahrzeughändler und Kfz-Werkstätten informieren über die E10-Verträglichkeit von Fahrzeugen. Eine Liste E10-verträglicher Fahrzeuge ist auf der Internetseite der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de/e10 zu finden. Die Liste enthält auch Servicenummern der Fahrzeughersteller, die bei Fragen zu E10 angerufen werden können: http://www.dat.de/e10liste/e10vertraeglichkeit.pdf (PDF, 635 KB) Hinweis: Die E10-Liste beinhaltet Informationen für Pkw und Krafträder, die unter dem Oberbegriff Kraftfahrzeuge laufen.
  9. Gibt es Informationen zur E10 Verträglichkeit auch für ältere Autos?

    Die Informationen der einzelnen Hersteller, auch für ältere Fahrzeuge, können der DAT Liste (PDF, 635 KB) entnommen werden.
  10. Wie lange wird es neben E10 auch herkömmliche Benzinsorten geben?

    In Deutschland sind die Kraftstoffanbieter per Verordnung verpflichtet, weiterhin Kraftstoff für Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen, anzubieten und zwar zeitlich unbefristet. Diese Pflicht könnte nur durch Änderung der Verordnung zurückgenommen werden, was nicht geplant ist. Damit geht Deutschland über die EU-Vorgaben hinaus: Die EU verlangt, dass die herkömmlichen Benzinsorten bis 2013 angeboten werden.
  11. Wie reagieren die Motoren auf Wechselbetankung von E10 und Super plus?

    Hierzu sind keine Einschränkungen seitens der Hersteller bekannt.
  12. Verbraucht mein Fahrzeug mehr Kraftstoff mit E10?

    Aufgrund des etwas geringeren Energiegehaltes des Bioethanols erhöht sich bei gleicher Fahrweise der Kraftstoffverbrauch gegenüber den herkömmlichen Benzinsorten um weniger als 2 %. Im Alltag ist der Mehrverbrauch nicht messbar, da auch andere Einflüsse eine Rolle spielen (u.a. Fahrverhalten, Verkehrsdichte, Witterung, Straße), die den Verbrauch zusätzlich und stärker beeinflussen. Durch eine energiesparende Fahrweise kann man den Kraftstoffverbrauch um mehr als 25 % senken. Wie das geht, beschreiben die Verbrauchertipps des BMU und die UBA Broschüre "Sprit sparen und mobil sein" (PDF, 1 MB).
  13. Führt E10 zu Leistungseinbußen meines Motors?

    Eine Leistungseinbuße mit E10 schließen die Automobilhersteller aus. So betont auch der VDA: "Die Effizienz des Antriebs bleibt gleich. Da Ethanol ein Oktanzahl erhöhender Kraftstoffzusatz ist, könne in Einzelfällen sogar eine leistungssteigernde Wirkung bei E10 auftreten."
  14. Erhöht E10 die Wartungsintervalle meines Motors (Ölwechsel)?

    Die Automobilindustrie erklärte dazu, dass die Ölwechselintervalle durch das Tanken von E10 unverändert bleiben. Bei der Verwendung von E10 Kraftstoff ist ein schnellerer Motorenverschleiß nicht zu befürchten. Siehe hierzu auch: www.press.bmwgroup.com: Technischer Hintergrund zu Medienberichten zum Thema E10
  15. Wie sieht das Preis-Leistungsverhältnis von E10 im Vergleich zu Super plus aus? Wird Benzin durch die Einführung von E10 teurer?

    Super E10 wird günstiger angeboten als Super und Super Plus. Auch wenn Bioethanol etwas weniger Energie als Benzin liefert, in der Beimischung beträgt der Unterschied im Energiegehalt zwischen E10 und den herkömmlichen Benzinsorten weniger als 2 Prozent. Selbst bei diesem – bei ansonsten gleicher Fahrweise – Mehrverbrauch von knapp 2 Prozent lohnt sich das Tanken von E10 finanziell. Auf längere Sicht ist damit zu rechnen, dass die Preise von Kraftstoffen aufgrund des immer knapper und teurer werdenden Erdöls steigen.
  16. Kann ich auch im Ausland E10 tanken?

    In Europa kann E10 derzeit in Frankreich, Finnland und den Niederlanden getankt werden. In Schweden wird E10 ab Mai 2011 erhältlich sein. Die EU-Richtlinie zur Kraftstoffqualität schreibt vor, dass die Mitgliedsstaaten das Inverkehrbringen von E10 seit Anfang des Jahres 2011 zulassen müssen. Daher ist zu erwarten, dass auch weitere EU-Länder folgen werden.
  17. Woraus werden Biokraftstoffe gewonnen?

    In Deutschland werden bislang vorwiegend Raps, Zuckerrüben und Getreide zur Verwendung in Biokraftstoffen angebaut. Hinzukommen in geringerem Umfang importierte Produkte, wie zum Beispiel Biodiesel aus Palmöl oder Sojaöl oder Bioethanol. In allen Fällen sind für Deutschland die rechtlich vorgeschriebenen Nachhaltigkeitsanforderungen einzuhalten.
  18. Aus welchen Ländern kommen die Rohstoffe für E10?

    Der größte Teil des bei uns eingesetzten Bioethanols wird in Deutschland und Europa hergestellt. Bioethanol wird aus zucker- und stärkehaltigen Pflanzen hergestellt. Das in Deutschland im Jahr 2011 verwendete Ethanol (unter anderem in E5 und reinem Bioethanol) wurde aus Getreide, Zuckerrüben und in geringem Umfang (ca. 1 %) aus Zuckerrohr hergestellt (Quelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung). Das Getreide und die Zuckerrüben stammen überwiegend aus Europa. Das Zuckerrohr zur Herstellung des Bioethanols wird in Brasilien angebaut. Die Anbaugebiete liegen vor allem im Südosten (2005: 63 Prozent) und teilweise im Nordosten (2005: 19 Prozent) Brasiliens (IBGE, 2007 1). Beide Gebiete befinden sich weit entfernt vom Amazonasgebiet. Es ist zudem aus klimatischen Gründen nicht möglich, Zuckerrohr im Amazonasgebiet anzubauen (IICA, 2006 2), da Zuckerrohr in feuchten, also (sub-)tropischen Regionen keine Saccharose konzentrieren kann, sondern dafür ein eher trockeneres Klima benötigt. Alle in Deutschland verwendeten Biokraftstoffe müssen seit dem 1. Januar 2011 die europäischen Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen.
  19. Inwiefern schützt E10 die Umwelt und Ressourcen?

    Mit der seit Anfang 2011 gültigen Nachhaltigkeitsverordnung hat die Bundesregierung festgelegt, dass ausschließlich Biokraftstoffe auf die Biokraftstoffquote angerechnet werden dürfen, wenn diese im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen mindestens 35 Prozent an Treibhausgasen einsparen. In die Berechnung fließen die Emissionen, die bei der Herstellung des Biokraftstoffs entstehen, ein. Dies sind unter anderem Emissionen bei Anbau (z.B. Herstellung des Düngers), Transport und Verarbeitung. Die reale Treibhausgasreduktion kann abhängig von den eingesetzten Rohstoffen und der Art und Effizienz der Verarbeitung deutlich höher liegen. Mit Bioethanol können Treibhausgaseinsparungen von bis zu 70 Prozent gegenüber fossilen Kraftstoffen erreicht werden. Die Treibhausgasbilanz des E10-Kraftstoffs ist daher abhängig von der Art des eingesetzten Bioethanols und vom tatsächlichen Bioethanolanteil im Kraftstoff. Biokraftstoffe vermindern zudem unsere Abhängigkeit vom Erdöl. Der größte Teil des bei uns eingesetzten Bioethanols wird in Deutschland und Europa hergestellt. Dies sichert Arbeitsplätze und ermöglicht Investitionen in neue Technologien.Zu bedenken ist auch: Unfälle bei der Förderung von Erdöl wie am Golf von Mexiko oder Unglücke von Hochseetankern, die Natur und Umwelt in katastrophalem Ausmaß schädigen, können bei Biokraftstoffen nicht vorkommen.
  20. Wie sieht die Klimabilanz für E10 im Vergleich zum Super Benzin als fossiler Brennstoff konkret aus?

    Um die Klimagasemissionen im Verkehrsbereich zu mindern, muss man technisch vor allem an zwei Stellen ansetzen: Am Fahrzeug und bei den Kraftstoffen. Für effizientere Fahrzeuge gibt es seit 2009 klare Vorschriften. Dieselkraftstoff kann bereits ein Gehalt von Biodiesel bis zu sieben Prozent enthalten. Nun soll auch bei Benzin die Klimabilanz verbessert werden: Durch den Einsatz von E10 können jährlich in Deutschland gegenüber fossilen Kraftstoffen Treibhausgase eingespart werden, die rund 2 - 3 Mio. Tonnen CO2 entsprechen. Das ist etwa die Menge, die ein Mittelklassewagen ausstößt, wenn er weit über 10 Mrd. Kilometer fährt. Das entspricht etwa der Strecke, die das Auto zurücklegen würde, wenn es mehr als 250.000-mal die Erde umrunden würde.
  21. Geht die Herstellung von E10 zu Lasten der Welternährung?

    Grundsätzlich gilt: Der Anbau von Nahrungsmitteln muss Vorrang haben vor dem Anbau von Energiepflanzen. Auf die Produktionsmenge haben neben der Marktentwicklung auch Witterung, Produktivität, Ernte- und Nachernteverluste Einfluss. Mit rund 144 Mio. Tonnen (2008) fließen aber nur rund 6,4 Prozent der Weltgetreideernte (2,2 Mrd. Tonnen) in die Produktion von Biokraftstoffen. Und nur auf 2 bis 3 Prozent der weltweiten Ackerflächen werden derzeit Energiepflanzen wie Raps, Mais, Zuckerrohr oder Ölpalmen angebaut. Richtig ist aber auch: Hunger ist vor allem ein Armutsproblem. Es hat mit Verteilungsgerechtigkeit zu tun und bedeutet nicht, dass grundsätzlich zu wenig Nahrungsmittel produziert würden. Siehe hierzu auch www.bmelv.de: Welternährung & FAO
  22. Wie sieht die Flächennutzung in der Zukunft aus?

    Die landwirtschaftlich verfügbare Fläche wird im Wesentlichen für die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln genutzt. Dies wird sich in Zukunft nicht ändern. Im Jahr 2050 muss die Ernährung einer bis auf etwa 9 Milliarden anwachsenden Weltbevölkerung mit ihren besonders in den Schwellenländern steigenden Ansprüchen an die Ernährung gesichert werden. Ebenfalls eine zentrale Rolle für das nutzbare Flächenpotenzial spielt die Frage der sich global verändernden Ernährungsgewohnheiten. So könnte ein steigender Fleischkonsum zu erhöhten Flächenansprüchen führen, da sich die Produktion tierischer Nahrungs- und Futtermittel hinsichtlich ihrer Flächeneffizienz erheblich unterscheiden: Beispielsweise werden in Deutschland fast 60 % der landwirtschaftlichen Fläche für den Anbau von Futtermitteln verwendet.
  23. Wie könnte man die Effizienz der Flächennutzung steigern?

    Um eine Verschärfung der Flächen- und Nutzungskonkurrenzen bei einer global steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und Bioenergie abzufedern, sind Ertragssteigerungen im Rahmen standortangepasster und nachhaltiger landwirtschaftlicher Bewirtschaftungsformen eine Antwort. Durch Verbesserungen beim Anbau und durch Züchtung lassen sich die Erträge je Hektar jedoch steigern. Dabei dürfen die biologische Vielfalt, Gewässer, Böden und das Klima nicht gefährdet werden. Nur durch nachhaltige Bewirtschaftungsformen können schützenswerte Naturräume auch in Zukunft bewahrt werden. Weiter muss geprüft werden, inwieweit Flächen, die z. B. in Folge von Übernutzung, Versalzung, Verunreinigung, Erosion oder Verdichtung aus der Nutzung genommen wurden (sog. degradierte Flächen), für die Landwirtschaft wieder reaktiviert werden können. Angesichts begrenzt zur Verfügung stehender Flächen setzt das Energiekonzept der Bundesregierung vom September 2010 deshalb auf eine nachhaltige und effiziente Nutzung der Bioenergie. Wesentliche Elemente dieser nachhaltigen Biomassenutzung sind die verbesserte Ausschöpfung der heimischen Bioenergiepotenziale unter Vermeidung von Nutzungskonkurrenzen und unter Beachtung der Anforderungen des Naturschutzes und der Biodiversität. Für die Ausweitung einer nachhaltigen Bioenergieerzeugung können dadurch noch Spielräume geschaffen werden.
  24. Werden die Nachhaltigkeitskriterien für Biokraftstoffe weiterentwickelt?

    Bei der Beurteilung der Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen werden zurzeit die sogenannten indirekten Landnutzungsänderungen noch nicht erfasst. Von indirekten Landnutzungsänderungen spricht man beispielsweise, wenn Biomasse für energetische Zwecke auf zuvor landwirtschaftlich genutzten Flächen (z. B. Weideflächen) produziert wird und in Folge dessen die landwirtschaftliche Nutzung zumindest teilweise auf Flächen mit hohem Kohlenstoffgehalt (z.B. Wälder) oder mit hoher biologischer Vielfalt verdrängt wird. Diese Verdrängungseffekte sind sehr komplex und schwer quantifizierbar. Neben ihrem Einfluss auf die Treibhausgasbilanz von Biokraftstoffen können sich indirekte Landnutzungsänderungen auch negativ auf die biologische Vielfalt auswirken. Die Bundesregierung setzt sich auf europäischer Ebene dafür ein, dass auch die Effekte indirekter Landnutzungsänderungen bei der Nachhaltigkeitsbeurteilung von Biokraftstoffen berücksichtigt werden.

1 Instituto Brasileiro de Geografia e Estatítica (IBGE): Datenbank SIDRA, 2007

2 Instituto Interamericano de Cooperação para a Agricultura (IICA): “Brasil aumenta produção de cana sem agredir Amazônia”, Noticias online, Quelle: MAPA (Ministério da Agricultura, Pecuária e Abastecimento), 11.07.06

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