Vorhaben: Beschichtung großflächiger transparenter Spritzgussteile für den Automobilbau
Das Unternehmen aus Schwaikheim/Baden-Württemberg plant die großtechnische und serienmäßige Anwendung eines Verfahrens zur Herstellung transparenter Kunststoffteile für den Automobilbau.
Multifunktionale Spritzgussbauteile aus Polycarbonat (PC) decken im Fahrzeugbau immer größere Anwendungsfelder ab. Ein modernes Konstruktionselement, welches in einem Arbeitsschritt aus einem Material (Polycarbonat) gefertigt wird, kann mehrere Funktionselemente wie z.B. Heckscheibe, Heckspoiler und Heckleuchten in einem Modul vereinigen. In der derzeitigen Fertigung werden zur Erzielung einer harten, kratzfesten Oberfläche die rohen Module an den Stellen, die transparent bleiben sollen, mit einem Siloxanlack unter Verwendung organischer Lösemittel beschichtet.
Ziel des Vorhabens ist der Herstellung transparenter Kunststoffscheiben und –module aus beschichtetem Polycarbonat, die in Härte und Kratzfestigkeit dem Werkstoff Glas nahe kommen. Zu diesem Zweck soll die organische Beschichtung mit Siloxanlack durch eine härtere, weitgehend anorganische Siliziumdioxidschicht ersetzt werden. Dies soll mit der so genannten PECVD-Technik (Plasma-Enhanced-Chemical-Vapour-Deposition) erfolgen. Beim PECVD-Verfahren werden die Schichten aus der Gasphase direkt auf die Oberfläche der Polycarbonat-Module aufgetragen und bilden dort ein glasähnliches, sehr kratzfestes und hochtransparentes Netzwerk.
Durch den Einsatz der neuen Technik werden neben fertigungstechnischen Vorteilen (wie Gewichtsreduzierung, neue Designmöglichkeiten) auch eine Reihe von Umweltentlastungen (z.B. Vermeidung des Einsatzes von Lösemitteln) erzielt.