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Stand: 17.12.2003

Der erste Wasserentwicklungsbericht der Vereinten Nationen 2003

- Diskussionsveranstaltung zum Wasserqualitätsranking -

Logo: World Water Assessment ProgrammeEnde des letzten Jahres lud das Bundesumweltministerium Vertreter von Bund und Ländern sowie der Verbände nach Bonn ein, um das Wasserqualitätsranking mit dem Verantwortlichen des World Water Assessment Programmes (WWAP) zu diskutieren, in dessen Rahmen der Weltwasserentwicklungsbericht (World Water Development Report) der Vereinten Nationen entstanden ist. Das 2003 im Weltwasserentwicklungsbericht veröffentlichte Ranking der Qualität von Oberflächenwasser hatte Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz 57 von 122 eingeordnet - weit hinter Ländern wie Bangladesh auf Platz 40 oder Russland auf Platz 7. Angesichts der hohen deutschen Umwelt-Standards rief dies unter Experten aus dem Wasserbereich erhebliche Kritik an der wissenschaftlichen Grundlage des Berichts hervor.

Auf der Veranstaltung am 17. Dezember 2003 in Bonn machte der Vertreter des World Water Assessment Programmes (WWAP) deutlich, dass die im Bericht enthaltene Rankingtabelle aus der Studie "Environmental Performance Measurement - The Global Report 2001-2002" des Autorenteams D. Esty (Yale University) und P.-K. Cornelius (World Economic Forum) übernommen worden sei. Eine kritische Überprüfung des dabei verwendeten Datenmaterials sei aufgrund des großen Zeitdrucks bei der Erstellung des Berichts bedauerlicherweise vernachlässigt worden. WWAP teilt die deutsche Einschätzung, dass insbesondere das Ranking zur Wasserqualität aufgrund einer unausgereiften Indikatorentwicklung und der Verwendung zu vieler Schätzwerte zu einem verzerrten Ergebnis gekommen sei, das die Situation in Deutschland nicht angemessen beurteilt. Im nächsten Bericht (2006) sind keine derartigen Rankingtabellen vorgesehen, da das vorhandene Datenmaterial für den schwierigen Vergleich der globalen Wasserqualität über verschiedene Klimazonen hinweg weiterhin als nicht ausreichend zu bewerten ist.

Das Ziel des Berichts, einen internationalen Überblick über den Stand der Entwicklung einer nachhaltigen Wasserwirtschaft zu geben, hält Deutschland für sehr begrüßenswert. Die Entwicklung von Strategien zur Erreichung der internationalen Entwicklungsziele im Wasserbereich ist ohne eine umfassende und vergleichbare Datengrundlage nicht möglich. Der VN-Wasserentwicklungsbericht leistet dazu einen wichtigen Beitrag, den Deutschland gern unterstützt. Das Bundesumweltministerium ist mit Verantwortlichen der beteiligten VN-Organisationen im Gespräch. Im ersten Halbjahr 2004 ist darüber hinaus vom Bundesumweltministerium ein weitere Diskussionsrunde geplant, um Kommunikationswege und Zuständigkeiten innerhalb Deutschlands zu klären und eine deutsche Mitwirkung am nächsten Bericht zu gewährleisten.

Weitere Informationen:
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