Die internationale Staatengemeinschaft der Vereinten Nationen hat sich auf Ziele und Schritte für die Verbesserung der Versorgung der Menschen weltweit mit sicherem Trinkwasser und einer sanitären Grundversorgung verständigt (Millenniumsziele, Beschlüsse des Weltgipfels für Umwelt und Entwicklung 2002, Kommission für Nachhaltige Entwicklung 2005). Der Zusammenhang zwischen Armutsbekämpfung und einem nachhaltigen Umgang mit der knappen Ressource Wasser sowie die Bedeutung einer integrativen, und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Wasserwirtschaft wurde herausgestellt. Diese Themen werden im Jahr 2008 in den Vereinten Nationen wieder aufgenommen. Zur Unterstützung der weltweiten Aktivitäten wurde in Deutschland ein Büro der Vereinten Nationen eingerichtet.
Das Bundesumweltministerium hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit diese Entscheidung durch eine Serie internationaler Veranstaltungen (Petersberg Prozess; Bonner Süßwasserkonferenz 2001) wesentlich mit vorbereitet. Hieran knüpft das Bundesumweltministerium mit einer Initiative zum grenzüberschreitenden Wassermanagement in Süd-Ost-Europa an. Dabei spielt neben der Sicherung der Wasserqualität und der Erhaltung der natürlichen Lebensräume die effiziente Bewirtschaftung der Flüsse, Seen und des Grundwassers bei Berücksichtigung konkurrierender Nutzungen wie Wasserversorgung, Wasserkraft, Schifffahrt und Hochwasserschutz eine wichtige Rolle.
Seit 2005 fanden in enger Zusammenarbeit mit der Weltbank, dem Global Water Partnership und der Global Environment Facility (Bündelung von Umweltprojekten) mehrere Veranstaltungen zur weiteren Intensivierung der regionalen Zusammenarbeit (Netzwerkbildung sowie Aus- und Fortbildung) in der Region statt, insbesondere eine Veranstaltung zu konkurrierenden Nutzungen des Flusses Sava (">Petersberg Prozess zu grenzüberschreitendem Wassermanagement).