Sprungnavigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Servicemenü

zur Sprungnavigation

Inhaltsbereich

zur Sprungnavigation

Rede von Ursula Heinen-Esser anlässlich der "Woche der Sonne"

Datum: 03.05.2012
Ort: Bundespressekonferenz

Porträt

- Es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrter Herr Mayer,
Sehr geehrter Herr Minister Remmel,
sehr geehrte Damen und Herren,

wie kann jede Bürgerin, wie kann jeder Bürger sich an der Energiewende beteiligen?

Diese Frage steht im Mittelpunkt der "Woche der Sonne". Ich bin sicher, dass gerade bei der Solarenergie eine große Bereitschaft vieler Bürgerinnen und Bürger besteht, durch eigene Investitionen die Energiewende voranzubringen.

Dennoch geht manchen der Transformationsprozess nicht schnell genug. Bei allem persönlichen Engagement müssen wir uns aber stets auch die Größe der Aufgabe vor Augen führen. Die Energiewende ist ein Generationenprojekt.

Dabei sind wir bereits heute mit der Umsetzung deutlich weiter als viele für möglich gehalten haben. Dies wird in der aktuellen Debatte häufig außer Acht gelassen. Denn:

  • Im Jahr 2011 stieg der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung erstmals auf 20 Prozent. Strom aus erneuerbaren Energien ist mittlerweile die zweitgrößte Quelle der deutschen Stromerzeugung, noch vor Steinkohle und Kernkraft.
  •  

  • Bei erneuerbarer Wärme sehen wir ebenfalls Verbesserungen, wenn auch noch nicht mit der gleichen Dynamik wie im Strombereich. In 2011 stammten etwa 10,4 Prozent der Wärme aus EE.
  •  

Den Zweiflern der Erneuerbaren sage ich: Der wirtschaftliche Nutzen der Energieerzeugung aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse ist groß.

  • Erneuerbare Energien haben 2011 rund 130 Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden, das sind 9 Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Rund 23 Mio. Euro wurden in Anlagen der erneuerbaren Energien investiert, da profitieren die Hersteller, aber auch der Handel und das Handwerk.

Bei allen Erfolgsmeldungen möchte ich nicht verschweigen, dass die Photovoltaikbranche in einer schwierigen Lage ist. Wir haben eine Reihe von Insolvenzen gesehen und Unternehmen, die sich aus der Fertigung in Deutschland zurückziehen.

Der schnelle Zubau der Photovoltaik in den Jahren 2010 und 2011 mit jeweils rund 7.500 Megawatt pro Jahr war nicht nachhaltig. Das entspricht in der maximalen Leistung rund 7 bis 10 Großkraftwerken und das pro Jahr! Der Boom in Deutschland hat auch zu dem Aufbau von Überkapazitäten bei Zell- und Modulherstellern beigetragen, die jetzt mit großen Verlusten bei Arbeitsplätzen wieder zurückgeführt werden.

Das betrifft nicht nur Deutschland, sondern auch Unternehmen in den USA, China und Asien.

Wir müssen beim Ausbau der Photovoltaik auf einen kosteneffizienten Wachstumspfad kommen - einem Pfad, bei dem auch die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen mitwachsen können. Veränderungen in diesem außergewöhnlich komplexen System Energie brauchen Zeit - es hilft niemandem, diesen Prozess zu überstürzen.

Wichtig bleibt aber: Die Energiewende lebt davon, dass viele etwas dazu beitragen.

Das geht sehr gut mit der Solarenergie:

  • Fast jede Heizung kann relativ einfach um Solarkollektoren für warmes Wasser oder zur Heizungsunterstützung ergänzt werden. Diese Investition ist überschaubar und führt direkt zu Einsparungen von Gas oder Öl. Das hilft nicht nur dem Klima, sondern entlastet den Geldbeutel und macht Stück für Stück unabhängiger von den fossilen Energien.
  •  

  • Es ist in vielen Fällen mittlerweile günstiger, Solarstrom auf dem Dach für den eigenen Verbrauch zu produzieren als den Strom aus der Steckdose zu beziehen. Auch diese Investition in eine eigene Photovoltaikanlage zahlt sich also aus.

Die Bundesregierung fördert die Erzeugung von Strom oder Wärme aus Solarenergie:

  • mit Zuschüssen für Wärme aus Solarkollektoren über das Marktanreizprogramm
  • mit einem garantierten Preis durch das EEG, wenn der Strom durch eine Photovoltaikanlage in das Netz eingespeist wird.
  • mit einer Vielzahl von Fördermöglichkeiten der nationalen Klimaschutzinitiative.

Zusammengefasst:

  • Wir bringen die Energiewende voran und übernehmen Verantwortung für eine Energiewende, die auch funktioniert
  • Jeder Bürger, jede Bürgerin kann sich persönlich dafür engagieren.
  • Solarenergieanlagen werden durch Förderprogramme und durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert, diese Förderung ist für jeden zugänglich.
{$website.social_icons.twitter.alttext}Schau dir Videos des BMU auf dem BMU-YouTube-Portal anAbonniere RSS-Feed des BMU

Navigation

zur Sprungnavigation

Themenportale