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Rede der Parlamentarischen Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser: SMART Building - ein zukunftsweisendes Konzept für mehr Energie- und Ressourceneffizienz im Immobiliensektor

Datum: 12.10.2011
Ort: KfW Bankengruppe, Niederlassung Bonn, Ludwig-Erhard-Platz 1-3

- Es gilt das gesprochene Wort. -

Sehr geehrter Herr Dr. Nawrath,
sehr geehrte Damen und Herren,

es ist mittlerweile schon eine schöne Tradition, dass ich Veranstaltungen zum brandaktuellen Thema Green IT mit einem Grußwort eröffnen darf. Begonnen hat dies mit dem ersten Green IT Forum im letzten Jahr welches ich gemeinsam mit Ihnen, Herr Dr. Nawrath, eröffnet habe.

Das zweite Green IT Forum im Frühjahr dieses Jahres richtete sich speziell an die Zielgruppe der Forscher und Entwickler.

Hier konnte ich mich davon überzeugen, dass die Anwendung von In-formations- und Kommunikationstechnologie (IKT) insbesondere für Gebäude und Dienstleistungen – wir sprechen hier von "Green durch IT" – noch große Potenziale zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz birgt.

Die aktuellen Schwerpunkte in der Anwendung von IKT mit einem hohen Stellenwert für die Energie- und Ressourceneffizienz wurden auf dem Forum in der Diskussion von Entwicklern mit Anwendern identifiziert. Ganz prominent hatte sich dabei das Thema "SMART Building" herauskristallisiert.

Denn die Kluft zwischen dem, was theoretisch möglich wäre, und dem, was sich real im Markt etabliert hat, ist gerade im Gebäudesektor noch groß.

Immobilien sind international immerhin für 33 Prozent aller CO2-Emissionen und für 40 Prozent des Material- und Energieverbrauchs verantwortlich. Umso wichtiger ist es, die wesentlichen Marktakteure zusammen zu bringen und die Möglichkeiten zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz durch IKT-Anwendungen im Gebäudesektor auszuloten. Genau das soll im Rahmen der heutigen Konferenz "SMART Building – Energieeffizienz durch IT" geschehen.

Als "Smart Building" bezeichnet man Gebäude jeglicher Nutzungsart, die durch den Einsatz von IKT geplant, gebaut und bewirtschaftet werden. Das Ziel ist eine Effizienzsteigerung beim Einsatz aller notwendigen Ressourcen im gesamten Lebenszyklus des Gebäudes. Dies gilt natürlich insbesondere für die Steigerung der Energieeffizienz.

Um die Einführung neuer innovativer IKT-Konzepte in die Praxis zu unterstützen, haben wir 2009 den Förderschwerpunkt "IT goes green" im Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums eingerichtet.

Mit den Fördergeldern, die wir in diesem Rahmen zur Verfügung stellen, wollen wir Anreize zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz durch IKT-Anwendungen, aber auch innerhalb von IKT-Systemen schaffen.

Im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms können Vorhaben gefördert werden, die erstmalig zeigen, wie Umweltbelastungen vermieden oder spürbar verringert werden können. Ziel dieser Spitzenförderung ist es, besonders umweltfreundliche Maßnahmen zu honorieren und vor allem auch publik zu machen, denn wir wollen möglichst viele Nachahmer.

Um das professionell zu bewerkstelligen, haben wir zur Unterstützung und Beratung von IKT-Anwendern eigens ein Beratungsbüro beim Branchenverband BITKOM eingerichtet.

Seit Anfang diesen Jahres steht das Thema "SMART Building" auch im Mittelpunkt der Arbeit des Green IT-Beratungsbüros. Das liegt vor allem daran, dass die eingesetzten Systeme zur Gebäudesteuerung und -automation zwar technisch gut funktionieren, aber im täglichen Betrieb immer noch nicht die optimalen Ergebnisse erzielt werden können. Ich möchte das an zwei Bespielen verdeutlichen:

Für jede Art von Gebäudetechnik gilt, dass sie im Alltag nur dann optimal funktionieren kann, wenn sie auch auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten ist. Hier ist noch einiges zu tun, um die oftmals komplexen Steuerungssysteme für Jedermann bedienbar zu machen.

Vielfach werden im Gebäudesektor sogenannte "Eingebettete Systeme" eingesetzt. Diese müssen nicht nur unkompliziert mit anderen IKT-Strukturen kommunizieren können, sondern darüber hinaus auch eine sehr hohe Zuverlässigkeit aufweisen.

Denn einmal eingebaut, hängt von ihnen über viele Jahre der reibungslose Gebäudebetrieb ab. Hier sind einheitliche Standards und Protokolle unerlässlich.

Auf dem heutigen Markt für Gebäudesteuerung und –automatisierung ist aber leider eine starke Zersplitterung der Produkte und Systeme zu verzeichnen. Einheitliche Standards, die eine anwendungs- und plattformübergreifende Kommunikation der IKT-Systeme ermöglichen, fehlen derzeitig noch. Es wäre daher sehr wünschenswert, wenn auch im Gebäudesektor solche einheitlichen Standards und Protokolle entwickelt würden.

Um die ökologischen Herausforderungen der Zukunft meistern zu können, sind zukünftig energie- und ressourceneffizientere Immobilien unerlässlich. Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnologie können dabei helfen dieses Ziel zu erreichen.

In diesem Sinne wünsche ich mir, dass Sie diese Konferenz intensiv nutzen, um innovative marktreife IKT-Konzepte im Gebäudesektor voranzubringen und mit Ihren Möglichkeiten dazu beitragen, dass diese auch umgesetzt werden.

Ich wünsche der Konferenz viel Erfolg.

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