Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat sich bei einem Besuch der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf der Zugspitze über die Arbeit der dort seit 1999 tätigen Wissenschaftler informiert.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) und das dem Bundesumweltministerium zugeordnete Umweltbundesamt (UBA) betreiben an Deutschlands höchstem Punkt eine von insgesamt 22 Hauptstationen des Global Atmosphere Watch-Programms (GAW) der Vereinten Nationen. Das GAW wurde 1992 beim UN-Klimagipfel in Rio de Janeiro beschlossen. Das auf der Zugspitze verfolgte Forschungsprogramm umfasst die Messung aller Treibhausgase, der reaktiven Gase, der flüchtigen organischen Verbindungen (VOC), der Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und der Stickoxide (NOx).
Die Messdaten werden ausgewertet und verarbeitet, um sie zeitnah ans Weltdatenzentrum für Klimagase in Tokio oder andere Globalstationen liefern zu können. Im meteorologischen Oberservatorium auf dem nahen Hohenpeißenberg wird die weltweit älteste Klimamessreihe in Form von Temperaturmessungen seit 1781 fortgeführt.
Bundesumweltminister Trittin würdigte die wissenschaftliche und politische Bedeutung der Forschungsarbeiten auf der Zugspitze: Die Klimaschutzpolitik sei auf verlässliche Daten aus der Klimaforschung angewiesen.