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257/02 | Berlin, 11.10.2002

Sicherheitsmanagement im AKW Obrigheim in Frage gestellt

Sicherheitsmangel 10 Jahre lang nicht erkannt

Die Bundesatomaufsicht beim Bundesumweltministerium (BMU) geht Hinweisen auf gravierende Mängel im Sicherheitsmanagement des Atomkraftwerks Obrigheim nach. Die zuständige Landesatomaufsicht wurde für kommenden Montag (14. Oktober) zu einem bundesaufsichtlichen Gespräch ins Bundesumweltministerium einbestellt.

Anlass für das Einschreiten Bundesumweltministeriums ist der Bericht eines bundesaufsichtlichen Sachverständigen. Er hatte im Zuge seiner Untersuchungen zu Regelverstößen insbesondere bei baden-württembergischen Atomkraftwerken festgestellt, dass das AKW Obrigheim mindestens zehn Jahre lang (von 1991 bis 2001) nicht entsprechend den genehmigten Sicherheitsspezifikationen betrieben wurde. Deshalb war möglicherweise die Vorsorge gegen einen Kühlmittelverlust-Störfall nicht zu jeder Zeit gewährleistet.

Der Sachverständige informierte das Bundesumweltministerium über diesen Sachverhalt am 1. Oktober 2002. Daraufhin bat das BMU das baden-württembergische Umweltministerium (UMV) sofort um Bericht, der mit Schreiben vom 4. und vom 9. Oktober 2002 erfolgte. Der Bericht lässt viele Fragen offen. So äußert er sich nicht zu der Frage, warum ein solch gravierender Mangel zehn Jahre lang unentdeckt bleiben konnte. Unklar ist auch, warum der Betreiber den Mangel nicht ordnungsgemäß gemeldet hat. Der Vorgang begründet Zweifel an der Zuverlässigkeit des Betreibers.

Die offenen Fragen müssen so schnell wie möglich geklärt werden. Das BMU hat deshalb das bundesaufsichtliche Gespräch durch Weisung angeordnet.

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