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165/00 | Berlin, 04.09.2000

Probst: Auswahl von Endlagerstandorten soll für Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar sein

Das Bundesumweltministerium will die Überlegungen zur Lösung der Frage von Endlagern für radioaktive Abfälle einer breiten Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar machen. Das erklärte heute die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Simone Probst anlässlich einer internationalen Konferenz zur Endlagerung radioaktiver Abfälle (DisTec 2000) in Berlin. Simone Probst: "Die Auswahl geeigneter Standorte für umstrittene Einrichtungen, wie sie Endlager für radioaktive Abfälle darstellen, kann nicht allein durch eine fachlich solide Planungsgrundlage erreicht werden. Sie muss in einem kontinuierlichen Prozess erfolgen, an dem die Öffentlichkeit von Anfang an teilnehmen kann und in dessen Verlauf Interessen und Vorschläge von Betroffenen aufgegriffen und Glaubwürdigkeit durch sachorientierte Zusammenarbeit gerade auch mit Skeptikern aufgebaut werden."

Probst wies auf den ersten öffentlichen Workshop hin, den der Arbeitskreis "Auswahlverfahren Endlagerstandorte" vom 15. bis 16. September in Kassel veranstaltet. Unter dem Thema "Wege zur Endlagerung" werden die Experten erste Ergebnisse ihrer Arbeit vorstellen und mit der interessierten Öffentlichkeit diskutieren.

Der Arbeitskreis "Auswahlverfahren Endlagerstandorte" wurde von Bundesumweltminister Jürgen Trittin im Februar vergangenen Jahres eingerichtet. Ihm gehören Experten aus verschiedenen Fachbereichen an, die ein Verfahren entwickeln sollen, wie geeignete Standorte für eine sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle gefunden werden können. Dabei soll die Öffentlichkeit frühzeitig über die Vorgehensweise informiert und in den aktuellen Überlegungsstand im Arbeitskreis einbezogen werden. Unter der Internet-Adresse http://www.akend.de informiert der Arbeitskreis ausführlich und laufend aktualisiert über seine Arbeit. Darüber hinaus soll ein intensiver Austausch mit den Umweltorganisationen und Interessenverbänden stattfinden. Auf jährlichen Status-Workshops wird der Arbeitskreis - wie demnächst in Kassel - Ergebnisse seiner Arbeit der Öffentlichkeit vorstellen.

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