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298/02 | Berlin, 12.12.2002

Pfandmünzen-System bedarf weiterer Prüfung

Noch keine abschließende Bewertung möglich

Vertreter des Handels haben heute dem Bundesumweltministerium bei einem Arbeitsgespräch in Bonn ihr Konzept eines bundesweiten Rücknahmesystems für Dosen und Einwegflaschen erläutert. Das System sieht die Einführung einer einheitlichen, wiederverwendbaren Pfandmünze ("Token") vor. An dem Gespräch nahmen auch Vertreter der Länder Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz teil.

In der ausführlichen Darstellung des Konzepts wurden einige Schwachpunkte deutlich, die einer weiteren Klärung bedürfen. So bezieht das Konzept die Abfüller und die Vorvertriebsstufe nicht in das Pfandsystem ein, wie es in der Verpackungsverordnung vorgeschrieben ist. Offen ist auch, wie sicher das System gegen Missbrauch und Betrug ist.

Das Bundesumweltministerium wird diese und weitere Fragen in den nächsten Tagen prüfen und dazu Stellung nehmen. Auch die Vertreter der Länder haben heute noch keine abschließende und einheitliche Meinung zu dem Konzept erkennen lassen. Sie machten jedoch erneut deutlich, dass die Pfandpflicht unabhängig hiervon zum 1. Januar 2003 in Kraft tritt.

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