Sprungnavigation

Von hier aus koennen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:

Servicemenü

zur Sprungnavigation

Inhaltsbereich

zur Sprungnavigation

Editorial aus der Zeitschrift UMWELT 04/2013

Liebe Leserin, lieber Leser,

Foto von Peter Altmaier, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

biologische Vielfalt ist die Vielfalt des Lebens: Sie umfasst nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die Vielfalt der Lebensräume und die Vielfalt innerhalb der Arten. Und sie geht immer noch in besorgniserregendem Ausmaß zurück. Damit verschwinden auch Landschaften, die wir Menschen lieben – und letztlich ein Stück Heimat. Außerdem wird dabei die Basis für wirtschaftlichen Erfolg und für Lebensqualität aufgezehrt, denn wir hängen alle in vielfältiger Weise von Leistungen der Natur ab.

Die Herausforderung, gegen den Verlust der biologischen Vielfalt aktiv zu werden, stellt sich nicht nur für die Politik auf allen Ebenen, sondern für die gesamte Gesellschaft – bis in den Alltag hinein beeinflussen wir alle, ob die Vielfalt des Lebens weiter abnimmt oder ob wir erfolgreich gegensteuern.

Deswegen bin ich sehr froh, dass ich auf dem 5. Nationalen Forum zur biologischen Vielfalt am 5. März 2013 im Haus der Deutschen Wirtschaft gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Naturschutz den Startschuss für das Projekt „Unternehmen Biologische Vielfalt 2020“ geben konnte. Damit eröffnen wir neue Wege für Dialog und Kooperation zur Erhaltung der Vielfalt in der Natur. Die Zeit ist reif dafür, dass in Deutschland starke Partner für die Sicherung der biologischen Vielfalt intensiver miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Ansätze für die Erhaltung der biologischen
Vielfalt auf den Weg bringen. Unterstützer sind unter anderem der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), das Bundeswirtschaftsministerium, die Initiative „Biodiversity in Good Company“, das Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft „econsense“, die Umweltverbände Global Nature Fund, BUND, NABU und WWF Deutschland. Ein öffentlicher Austausch erfolgt auf jährlichen Dialogforen.

Zum Start des Projekts werden zwölf konkrete Aktivitäten auf den Weg gebracht. Dazu gehören die Entwicklung von Biodiversitätsindikatoren und die naturnahe Gestaltung von Firmengeländen ebenso wie eine glaubwürdige Kommunikation durch Unternehmen. Dies ist aber nur der Anfang. Schon auf dem Nationalen Forum selbst wurden weitere Ideen diskutiert. Ich möchte deshalb alle, die sich in Wirtschaftsverbänden, Naturschutzorganisationen oder -behörden, aber auch in anderen Institutionen mit dem Zusammenhang zwischen Unternehmen und biologischer Vielfalt beschäftigen, aufrufen,
mit eigenen Vorschlägen zum Erfolg des Projekts beizutragen.

„Unternehmen Biologische Vielfalt 2020“ ist ein wichtiger Schritt in der Umsetzung der „Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt“, die auch Ziele für das naturverträgliche Wirtschaften enthält. Das Projekt ist ein Beitrag zum „Greening“ der Wirtschaft. Eine Herausforderung liegt darin, im Nachhaltigkeitsmanagement von Unternehmen Aspekte der biologischen Vielfalt umfassender zu verankern. Es geht um lokale und regionale Verbesserungen bei der biologischen Vielfalt ebenso wie um die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt in anderen Staaten über die Lieferkette. Ein solches Engagement ist eine Investition in die Zukunft von Unternehmen, die mittel- bis langfristig auch ökonomischen Nutzen bringt. Der vorausschauende Umgang mit Naturgütern ist die Basis für den anstehenden Modernisierungsprozess in Wirtschaft und Gesellschaft.

{$website.social_icons.twitter.alttext}Schau dir Videos des BMU auf dem BMU-YouTube-Portal anAbonniere RSS-Feed des BMU

Navigation

zur Sprungnavigation

Themenportale