25 Jahre Bundesumweltministerium

Die umweltpolitischen Meilensteine

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1988

1. Februar 1988

Durch die Änderung des Benzinbleigesetzes wird bleihaltiges Normalbenzin im Dezember 1987 verboten. Bei anderen Benzinsorten sind bleihaltige Zusätze seit Januar 2000 untersagt.

Mai 1988

Bundesumweltminister Prof. Dr. Klaus Töpfer schwimmt im Rhein. Er untermauert damit medienwirksam, dass der Fluss wieder relativ sauber ist.

22. Juni 1988

Im Sommer 1988 kommt es durch große Nährstofffrachten zu einer massenhaften Algenblüte in der Nordsee. Eine Folge ist ein den Bestand gefährdendes Robbensterben. Vor diesen Hintergründen bestätigt der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages die Vorschläge des Bundesumweltministeriums für konkrete Maßnahmen zum Schutz von Nord- und Ostsee. Der Zehn-Punkte-Katalog enthält insbesondere verschärfte Anforderungen, um Nährstoffe im Abwasser zu reduzieren. Grundsätzliches Ziel ist die bessere Reinigung von kommunalem und industriellem Abwasser.

Oktober 1988

Die Abgasgrenzwerte für Pkw werden je nach Hubraumklasse um 30 bis 70 Prozent verschärft. Die Anforderungen können von Otto-Motoren-Pkw mit einem Hubraum von über zwei Litern nur mit geregeltem Katalysator eingehalten werden.

24. November 1988

Die Europäische Gemeinschaft verabschiedet eine Richtlinie für Großfeuerungsanlagen. Vorbild ist die deutsche Großfeuerungsanlagen-Verordnung für die Emissionsbegrenzung von Staub, Schwefeldioxid und Stickstoffoxid von 1983. Sie hatte, zusammen mit der 1986 veröffentlichten Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft), zu einer Nachrüstung von Neu- und Altanlagen geführt – und damit zu erheblichen Emissionsminderungen bei Anlagen beigetragen.

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