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Erster Entwurf für ein Konferenzergebnis
Internationale Süßwasserkonferenz im Dezember 2001 in Bonn
Zur Vorbereitung der Konferenz wurde ein Internationales Steuerungskomitee eingesetzt. Auf seiner 3. Sitzung am 4./5. Oktober 2001 hat das Komitee den ersten Entwurf für ein Konferenzergebnis zur weiteren Diskussion in der Öffentlichkeit freigegeben.
Die in den Vorbereitungen herausgearbeiteten fünf scheinbar weit auseinanderliegenden Problemkreise stehen alle in Bezug zu der zunehmenden Beanspruchung der endlichen Wasserressourcen durch die Menschen:
- Innovative Strategien für Wasserver- und Abwasserentsorgung für die Armen: Zugang und Bezahlbarkeit;
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- Schutz von Ökosystemen und Wasserressourcen: Vermeidung von Verunreinigungen;
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- Ausgewogen Wasser nutzen: Wasser für Ernährung und Wasser für die Natur;
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- Grenzüberschreitende Gewässer: Nutzen teilen, Erfahrungen austauschen;
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- Hochwasser und Dürren: Bewältigung von Klimaänderungen und Variabilität.
In der Konferenz werden diese Problemkreise im Rahmen von mehreren übergeordneten, politischen Themenblöcken behandelt. Der erste Entwurf des Konferenzergebnispapiers gibt hierfür folgende Anregungen:
1) Gute Regierungsführung, Integriertes Management, Neue Partnerschaften
Ein ausgewogener Zugang zu Wasser muss für alle Menschen sichergestellt werden; konkurrierende Bedürfnisse bei der Wasserzuteilung müssen effizient berücksichtigt werden; die Wasserqualität muss effektiv geschützt werden; eine bessere Berücksichtigung der Klimavariablen muss gefunden werden; es muss sichergestellt werden, dass die Wasserinfrastrukturen und die Wasserdienstleistungen den Armen dienen; der Einsatz privater Vorsorge und neue Partnerschaften müssen unterstützt werden; Verwaltung und Aufbau einer nachhaltigen Wasserversorgung sollte soweit wie möglich auf die lokale Ebene delegiert werden; schließlich sollte der gerade im Wassersektor häufig zu findenden Gefahr der Korruption wirksam begegnet werden.
2) Mobilisierung finanzieller Ressourcen
Es ist zu erwarten, dass dieses Thema sich als eines der wichtigsten der Konferenz herausstellen wird: Die Notwendigkeit, zusätzliche finanzielle Ressourcen zu mobilisieren erfordert künftig ein eine deutliche Fokussierung auf Armutsbekämpfung und Umweltschutz; Investitionen und Betrieb von Wasserversorgungsbetrieben sollte durch entsprechende Kostendeckung gesichert sein; Wasser muss ein attraktives Investitionsfeld werden; schließlich sollte externe Entwicklungshilfe als Katalysator für Reformen genutzt werden.
3) Entwicklung von Fachwissen, Know how und Technologietransfer
Ausbildung in den Schulen wie auch die Information der Öffentlichkeit sollten sich mit einem neuen und holistischen Verständnis den wesentlichen Fragen des Umgangs mit Wasser widmen; die Fachausbildung und Forschung sollte interdisziplinär und mit Blick auf Wassersparmaßnahmen ausgerichtet sein; generell sollte die Effizienz aller beteiligten öffentlichen und privaten Einrichtungen, einschließlich der Wissenschaft und der Nichtregierungsorganisationen gesteigert werden; eingesetzt werden sollten geeignete Technologien zur Förderung der Wasserversorgung aber auch preiswerte Technologien zur Reduzierung des Wasserverbrauchs; schließlich müssen innovative Ansätze gefunden werden, um jeden Einzelnen zu einem sorgsameren Umgang mit Wasser zu sensibilisieren.
Ergänzend wird unter dem Stichwort: "Wasser geht jeden an" übergreifend eine stärkere Verpflichtung der Regierungen, eine aktivere Teilnahme der Nichtregierungsorganisationen, eine größere Einbeziehung des privaten Sektors und eine gestärkte und bessere Koordinierung innerhalb der internationalen Gemeinschaft vorgeschlagen.
Der erste Entwurf des Konferenzergebnispapiers sowie sämtliche weiteren Informationen zur Vorbereitung der Konferenz können über die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH oder über die Website der Konferenz
www.water-2001.de erhalten werden. Das soeben erschienene Second Announcement zur Internationalen Süßwasserkonferenz, das alle notwendigen Informationen für die Konferenzteilnehmer enthält, ist ebenfalls auf der Website einsehbar.
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