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Abwasser
Stand: September 2009
Deutschland erfüllt die europäischen Umweltvorgaben bei der Abwasserentsorgung vorbildlich
5. Bericht zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie veröffentlicht
Der neueste, im August 2009 veröffentlichte,
5. Bericht der EU-Kommission zur Umsetzung der EU - Kommunalabwasserrichtlinie hat es bestätigt - Deutschland erfüllt die
EU-Vorgaben im Bereich Abwasserentsorgung vorbildlich. Dabei schneidet Deutschland im europäischen Vergleich sehr gut ab, die Anforderungen der Richtlinie werden voll erfüllt.
Die Richtlinie verlangt, dass in Siedlungsgebieten mit einem Abwasseranfall von mehr als 2.000 Einwohnerwerten (EW) das Abwasser in Kanalisationen gesammelt und biologisch behandelt werden muss. Der sogenannte Einwohnerwert "EW" ist Maßeinheit für die organisch-biologisch abbaubare Verunreinigung, die der durchschnittlichen Verschmutzungsbelastung je Einwohner und Tag entspricht. In Siedlungsgebieten mit mehr als 10.000 EW, die sich im Einzugsbereich empfindlicher Gebiete wie Nord- und Ostsee befinden, ist eine dritte Reinigungsstufe zur Nährstoffentfernung von Phosphor und Stickstoff notwendig.
Die Ergebnisse zur Umsetzung der EU Kommunalabwasserrichtlinie beziehen sich auf den Stand zum 31.12.2005 und wurden der EU Kommission in einer Berichtsabfrage im Jahr 2007 gemeldet. Dabei zeigte sich, dass insbesondere in einer Reihe neuer EU-Mitgliedsstaaten noch erheblicher Investitionsbedarf in den kommenden Jahren besteht, um den geforderten Standard zu erreichen (siehe Abbildung 1).
Die deutschen Daten wurden von den Bundesländern an das Umweltbundesamt (UBA) übermittelt, dort in einem aufwendigen Prozess auf Plausibilität überprüft und anschließend an die EU Kommission übermittelt. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Institutionen konnte Deutschland die angefragten Daten fristgerecht und in hohem Maß qualitätsgesichert an die Kommission berichten. Dabei war Deutschland einer der ersten von insgesamt 18 Mitgliedsstaaten, der seine Daten entsprechend der Vorgaben übermittelt hat.
Insgesamt wurden in Deutschland über 4.211 Siedlungsgebiete und 4.112 Abwasserbehandlungsanlagen, die das Abwasser der Siedlungsgebiete behandeln, dahingehend überprüft, ob sie die notwendigen Anforderungen erfüllen. Das Ergebnis zeigte, dass in Deutschland nahezu 100% des anfallenden Abwassers aus den zu berichtenden Gebieten in Kanalisationssystemen gesammelt wird (siehe Abbildung 2). 97% dieses Abwasser wird einer weitergehenden Abwasserbehandlung unterzogen (siehe Abbildung 3).
Das bedeutet Stickstoff und Phosphor werden nach dem Stand der Technik aus dem Abwasser entfernt. So leistet Deutschland im Bereich Kommunalabwasser einen wichtigen Beitrag zur Gewährleistung einer hohen Gewässergüte der Flüsse, Seen und Meere. Ende 2005 konnte in Deutschland eine Reduzierung der anfallenden Gesamtbelastung um 81 % für Stickstoff und um 90 % für Phosphor erreicht werden.
Die Ergebnisse der Berichterstattung stehen der Öffentlichkeit auch auf die einzelne Anlage bezogen über das
Water Information System of Europe (WISE) bei der europäischen
Umweltagentur zur Verfügung.
Abbildung 1: Art der Abwasserbehandlung im europäischen Vergleich
(Quelle:
www.eea.europa.eu/themes/water/mapviewers/uwwt-plants)
Abbildung 2: Anschlussgrad an die Kanalisation
Anteil der anfallenden Abwassermenge (EW), die in Entsorgungssystemen gesammelt wird (%)
(Quelle: 5th Commission Summary on the Implementation of the Urban Waste Water Treatment Directive)
Abbildung 3: Stand der Weitergehenden Abwasserbehandlung
Anteil der anfallenden Abwassermengen (EW) in Weitergehender Behandlung behandelt (%)
(Quelle: 5th Commission Summary on the Implementation of the Urban Waste Water Treatment Directive)
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