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Umweltinformation · Bildung
Bildungsservice
Stand: Dezember 2009
Schulen übernehmen Verantwortung für Klimaschutz
Das bundesweite Projekt "Aktion Klima!", das seit Dezember 2008 durch das Bundesumweltministerium gefördert wird, kommt bei deutschen Schulen sehr gut an. 1.000 Schulen und Bildungseinrichtungen beteiligten sich im Jahr 2009 an der "Aktion Klima!" und erhielten
je 500 Euro für die Durchführung von Klimaschutzaktivitäten an ihrer Schule und eine Klimakiste. Ab 2010 wird die Teilnahme an dem Projekt für weitere 1.000 Schulen möglich sein.
Am Ende des ersten Durchlaufes veranstaltete das BMU gemeinsam mit dem BildungsCent e.V. am 1. Dezember 2009 die erste Umweltbildungskonferenz in Berlin. 50 Lehrerinnen und Lehrer aus der gesamten Bundesrepublik berichteten über die Umweltaktivitäten an ihren Schulen. Fazit: Schulen sehen sich in der Verantwortung und möchten auch weiterhin viel für den Umweltschutz tun. Beim abendlichen "Klimapolitischen Salon" wies die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Katherina Reiche, auf die große Bedeutung schulischer Aktivitäten für die Bewusstseinsbildung im Klimaschutz hin.
Laut Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur (dena) verbrauchen Schulen im Durchschnitt bis zu 70 Prozent mehr Energie als andere kommunale Gebäude. Das Bundesumweltministerium hat deshalb speziell Schulen und Bildungseinrichtungen in die nationale Klimaschutzinitiative aufgenommen.
Manifest für die Umweltbildung
Am 1. Dezember 2009 werteten 50 Lehrkräfte aus dem Projekt "Aktion Klima!" auf der ersten BMU – Umweltbildungskonferenz im Berliner Umweltforum gemeinsam die Angebote von "Aktion Klima!" aus und erarbeiteten ein Manifest zur Umweltbildung. Wichtigste Forderung: Mehr Zeit und finanzielle Ressourcen für den Klimaschutz. Im Moment ist das persönliche Engagement vieler Lehrerinnen und Lehrer ausschlaggebend dafür, ob Aktivitäten zum Klimaschutz stattfinden oder nicht. Dabei kommen die Projekte der gesamten Schülerschaft zugute: "'Aktion Klima!' motiviert die Schülerinnen und Schülern sehr und fördert das Gefühl, selbst etwas tun zu können" sagte Monika Kleineberg, Erdkundelehrerin des teilnehmenden Hainberg-Gymnasiums in Göttingen.
Im isolierten Handeln jeder einzelnen Schule sehen die Vertreter eine weitere Schwierigkeit in der Projektumsetzung. Der Austausch untereinander, wie er im Rahmen der Umweltbildungskonferenz stattfand, und der Aufbau von Netzwerken werden als essentiell für die Umsetzung nachhaltiger Projekte wahrgenommen.
Daher begrüßten die Teilnehmenden die Möglichkeit, bei der Konferenz gleichgesinnte Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen kennen zu lernen, Anregungen und Ideen auszutauschen. Wichtig ist für die Lehrerinnen und Lehrer in der Umsetzung ihrer Klimaschutzprojekte außerdem ein deutliches Signal seitens der politischen Funktionsträger.
500.000 Schulstunden für den Klimaschutz
400 Schülerinnen und Schüler sowie 600 Lehrerinnen und Lehrer beteiligten sich im Vorfeld der Umweltbildungskonferenz an einer Onlinebefragung und machten Angaben zum Projekt "Aktion Klima!". 96 Prozent der Teilnehmer können sich vorstellen, in Zukunft weitere Klimaprojekte an ihren Schulen anzustoßen. Darüber hinaus ergab die Befragung, dass mehr als 500.000 Unterrichtsstunden dem Thema Klimaschutz gewidmet wurden.
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