Stand: 12.08.2010


Stilllegungsstrategien in Deutschland

Auf den Betrieb folgt die Nachbetriebsphase wonach sich die Stilllegungsstrategie entscheidet: entweder der direkte Abbau oder der sichere Einschluss

Schaubild Stilllegungsstrategien in Deutschland (Quelle: BMU / GRS)

In Deutschland werden zwei Stilllegungsstrategien verfolgt:

Blick von oben in eine Halle, Arbeiter mit roten Helmen arbeiten an einem Druckhalter. Direkter Abbau: Bei dieser Stilllegungsstrategie wird eine kerntechnische Anlage unmittelbar nach der endgültigen Abschaltung abgebaut. Für den Abbau aller Strukturen eines Leistungsreaktors wird ein Zeitraum von etwa 10 Jahren benötigt.

Luftaufnahme der Anlage mit grafischem Umriss des Einschlusses Sicherer Einschluss: Bei dieser Stilllegungsstrategie wird eine kerntechnische Anlage nach der endgültigen Abschaltung und nach dem Entfernen des Kernbrennstoffes in einen weitestgehend wartungsfreien Zustand überführt. In diesem Zustand verbleibt die Anlage für eine bestimmte Zeit (z.B. 30 Jahre), um anschließend abgebaut zu werden. In Deutschland wurde der sichere Einschluss als Stilllegungsstrategie bisher selten angewandt.

Es liegt in der Entscheidung des Betreibers, welche Strategie er für die Stilllegung wählt. Allerdings gibt die Bundesregierung dem direkten Abbau den Vorzug, um zukünftige Generationen nicht unnötig zu belasten.