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Stand: Oktober 2007


Abfallsituation in Deutschland

Seit dem Jahr 2000 wird immer weniger Abfall an Entsorgungsanlagen wie Deponien oder Verbrennungsanlagen in Deutschland angeliefert. So betrug die Abfallmenge für das Jahr 2005 rund 332 Millionen Tonnen. 56% der Abfälle waren Bau- und Abbruchabfälle (185 Millionen Tonnen), die restlichen 44% entfielen zu ähnlichen Teilen auf Siedlungsabfälle mit 47 Millionen Tonnen, auf Abfälle aus Produktion und Gewerbe mit 48 Millionen Tonnen sowie Bergematerial aus dem untertägigen Bergbau mit 52 Millionen Tonnen.

Diagramm Abfallaufkommen 2005

Der rückläufige Trend bei der entsorgten Abfallmenge hängt u.a. mit dem Rückgang der Abfälle aus Produktion und Gewerbe zusammen. Außerdem werden ab dem Jahr 2004 die bei Bau- und Rekultivierungsmaßnahmen der öffentlichen Hand eingesetzten Mengen an Bodenaushub, Bauschutt und Straßenaufbruch nicht mehr berücksichtigt.

Kreisdiagramm Zusammensetzung des Abfallaufkommens im Jahr 2005 in Prozent

Die Wiederverwertungsquote ist seit 2000 nahezu unverändert und betrug im Jahr 2005 66%. Von den 332 Millionen Tonnen Gesamtabfallaufkommen konnten 210 Millionen Tonnen stofflich verwertet werden, darunter 160 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle. Zum Einsatz kamen die Bauabfälle unter anderem im Straßen- und Wegebau, zur Verfüllung von Abbaustätten unter und über Tage, zum Lärmschutz und bei Deponiebaumaßnahmen. Rund 10,4 Millionen Tonnen Abfall konnten durch Verfeuerung thermisch verwertet werden.

Die getrennt gesammelten Abfälle erreichten wie in den Vorjahren sehr hohe Verwertungsquoten. So konnten Glas, Papier, Pappe und die an Entsorgungsanlagen angelieferten Elektronikabfälle nahezu vollständig recycelt werden. Bei den Metall- und Verbundverpackungen lag die Verwertungsquote bei 97% und bei den Leichtverpackungen und Kunststoffen bei 87%.

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