Stand: September 2011


Altpapier

Altpapier ist ein wertvoller Rohstoff. Aus Altpapier hergestellte Papierprodukte (Recyclingpapiere, -pappe, -kartons) verursachen im Vergleich zu Papierprodukten auf Frischfaserbasis deutlich geringere Umweltbelastungen. Eine nach wissenschaftlichen Erkenntnissen durchgeführte Ökobilanz von BMU und UBA hat dies bestätigt. Zur Ökobilanz Altpapier lesen Sie bitte dazu die Pressemitteilung vom 23. August 2000.

Für Recyclingpapiere wird daher auch das Umweltzeichen ("Blauer Engel") verliehen. Lesen Sie dazu die Pressemitteilung vom 12. Dezember 2006.

Die mengenmäßig wichtigsten Papierbereiche sind:

  • Produkte aus graphischen Papieren, wie zum Beispiel Zeitungen und sonstige Druckerzeugnisse sowie Büropapiere (Verbrauch rund 7,5 Millionen Tonnen p.a.) und
  • Produkte aus Verpackungspapieren, wie Verkaufsverpackungen, Transportverpackungen oder Umverpackungen (Verbrauch rund 6,4 Millionen Tonnen p.a.)

Im Bereich der graphischen Papiere hat sich die betroffene Wirtschaft im Jahre 1994 durch eine Erklärung gegenüber dem Bundesumweltministerium verpflichtet (Freiwillige Selbstverpflichtung), die Verwertung von graphischem Altpapier stufenweise auf 60% im Jahr 2000 zu steigern. Die reale Entwicklung der Verwertungsquote hat die in die Selbstverpflichtung gesetzten Erwartungen deutlich übertroffen ( Statistik).

Unter Berücksichtigung dieser positiven Entwicklung hat die Wirtschaft ihre Selbstverpflichtung im Jahr 2001 fortgeschrieben und garantiert eine dauerhafte Verwertungsquote von rund 80%. Diese Zusage wird kontinuierlich erfüllt ( siehe Statistik). Damit wird der hohe Stellenwert des Altpapierrecyclings in Deutschland gefestigt und Produktverantwortung im Sinne des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes wahrgenommen.

Zur Verringerung der Flut an Verpackungsabfall hat die Bundesregierung 1991 mit dem Erlass der Verpackungsverordnung wirksame Schritte zur Wahrnehmung der Produktverantwortung von Herstellern und Vertreibern in die Wege geleitet. Das Recycling von Verpackungen aus Papier konnte hierdurch erheblich verbessert werden. Die Recyclingquote für den gesamten Bereich der Papierverpackungen wurde von rund 56% im Jahre 1991 auf rund 95% im Jahre 2009 gesteigert. Damit werden mittlerweile rund 6,1 Millionen Tonnen Papierverpackungen stofflich verwertet. Im Bereich der Verkaufsverpackungen wurden die in der Verordnung vorgeschriebenen Mindestquoten ( Gesetzgebung) übertroffen.

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